Köln-Düsseldorfer Querelen: Stadt verweigert „Tatort“-Dreh

Köln-Düsseldorfer Querelen: Stadt verweigert „Tatort“-Dreh

Düsseldorf (dto). Als Gerichtsmediziner Dr. Karl-Friedrich Börne und Hauptkommissar Frank Thiel käbbeln sich Jan Josef Liefers und Axel Prahl regelmäßig im Münsteraner "Tatort". Titel einer der kommenden Folgen "Ruhe sanft". Doch die sorgte in der Landeshaupstadt für Wirbel. Einige Szenen sollten auf dem Nordfriedhof gedreht werden. Die Stadt verweigerte nun die Drehgenehmigung. Begründung: Düsseldorf profitiere zu wenig davon.

Die meisten Szenen des Münsteraner "Tatort" werden in Köln gedreht. Doch bei Friedhofszenen ist Schluss. Die Kölner Stadtverwaltung erlaubt keine nächtlichen Filmaufnahmen. Die Produktionsfirma Colonia Media suchte nach Alternativen, fand sie schließlich auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof. Die Verwaltung hatte schon ihr Einverständnis signalisiert, doch bei Oberbürgermeister Joachim Erwin, sonst eigentlich nicht als medienscheu bekannt, biss das Filmteam offenbar auf Granit.

Außer einem Dankeschön im Abspann habe Düsseldorf nichts von den Aufnahmen. Schauspieler übernachteten in Kölner Hotels, die Handlung spiele in Münster, verkündete Medienbeauftragter Michael Kosiedoswki. Nur als Notersatz wollte man nicht herhalten. Der Gegenvorschlag, das Drehbuch auf Düsseldorf umzuschreiben, stieß wiederum bei der Produktionsfirma auf taube Ohren.

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Wie bei jedem Streit profitiert ein Dritter. Die Friedhofszenen werden nun in Bonn gedreht.

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