Düsseldorf: Stadt stellt Konzept gegen Gänse vor

Düsseldorf: Stadt stellt Konzept gegen Gänse vor

Die Bezirksvertretung 2 tagt morgen an der Grafenberger Allee. Ein Thema ist die große Population von Kanadagänsen.

Morgen tagt die Bezirksvertretung 2 ab 16 Uhr im Sitzungssaal an der Grafenberger Allee 68. Aufgrund der wachsenden Population von Kanadagänsen, die unter anderem im Zoopark wegen der Schäden an der Vegetation und Verunreinigungen durch Kot auf Spielplätzen oder Liegewiesen zu einem echten Problem geworden ist, hat die Verwaltung ein Konzept entwickelt, das in der Sitzung vorgestellt wird. Die Tiere laufen über stark befahrene Hauptverkehrsstraßen und gefährden dabei sich und den Straßenverkehr. Bis 2017 hatte sich die Population in den vergangenen acht Jahren auf rund 1400 Kanadagänse im gesamten Stadtgebiet verdoppelt und in den Parkanlagen auf annähernd 1000 sogar verdreifacht. Die Stadt hat daher ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt, um der Überpopulation Herr zu werden. So werden Flächen geschaffen, die Gänse eher meiden, weil Rückzugsmöglichkeiten oder proteinreiches Gras fehlen. Für das Entnehmen des Geleges der Gänse wurde ein jagdrechtlicher Antrag gestellt, zudem soll die "natürliche Konkurrenz" durch Höckerschwäne, die neben sich keine Gänse dulden, gestärkt werden. Nicht zuletzt soll das Fütterungsverbot stärker kontrolliert werden. Eine Bejagung wird ausdrücklich als nicht zielführend angesehen.

Was sonst noch für Bürger in der Sitzung Brisanz verspricht:

  • Düsseldorf : Stadt will Kanadagänse austricksen
  • Sollen die Tiere abgeschossen werden? : Kanadagänse machen nicht nur in Düsseldorf Ärger

Verkehrsüberwachung Die Grünen fordern eine stärkere Überwachung der Kreuzung Cranachstraße/Grafenberger Allee, da Anwohner beobachtet hätten, dass vermehrt Autofahrer aus Richtung Cranachbrücke, obwohl die Ampel Rot zeigt, noch schnell in die Grafenberger Allee einfahren würden. Flinger Broich Die SPD beantragt, endlich den bereits 2010 beschlossenen Restausbau des Flinger Broichs am Übergang zur Vennhauser Straße durchzuführen. Mittlerweile zeige sich die Straße in sehr schlechtem Zustand, die Sicherheit für Fußgänger sei nicht zuletzt seit der verstärkten Nutzung des neuen Schützenhauses nicht mehr gewährleistet.

Schillerplatz Die CDU möchte, dass der durch Pfingststurm Ela aufgeschobene zweite Bauabschnitt der Grunderneuerung des Schillerplatzes nunmehr durchgeführt wird. Dieser Abschnitt werde vor allem von älteren Anwohnern genutzt, die seit Jahren den fehlenden Erholungswert beklagen würden.

(arc)