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Düsseldorf: Stadt setzt Krisenstab für Winterdienste ein

Düsseldorf : Stadt setzt Krisenstab für Winterdienste ein

Mit einem städtischen Krisenstab, der den Einsatz der verschiedenen Ämter und Betriebe koordiniert, ist das Räumen der Straßen, Fußgängerzonen und Haltestellen von Schnee effizienter zu gestalten. Diese Lehre haben Stadtverwaltung, Awista und Rheinbahn aus den schneereichen Wochen gezogen.

"Bei einer ersten Analyse hat sich gezeigt, dass die interne Abstimmung der Einsätze zu verbessern ist ", sagte Umweltdezernentin Helga Stulgies im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen. Dann könnten neuralgische Punkte in der Stadt schneller sicherer gemacht werden.

Eine Schwachstelle war beispielsweise die Erreichbarkeit von Krankenhäusern. Weil sie oft an Nebenstraßen liegen, waren die Zufahrten vereist. "Die Straßen zu Krankenhäusern werden künftig geräumt", sagte Umweltamtsleiter Werner Görtz. Zudem müssten Haltestellen besser zugänglich sein. Fahrgäste dürften beim Ein- und Aussteigen nicht durch Schneewälle behindert werden.

"Ein harter Winter ist kein unvorhersehbares Naturereignis"

Seit Ende November habe Awista insgesamt 19 Schnee-Einsätze gefahren, berichtete Betriebsleiter Udo Meyer. Für das Streuen der Straße seien stets ausreichend Salz und Split vorrätig gewesen. Jedoch sei es kaum möglich gewesen, die Wohnstraße zu räumen, weil der Schnee zu einem Eispanzer festgefahren worden sei.

Die Rheinbahn hat sich auf den Winter zwar vorbereitet, hatte dann aber mit vereisten Schienen große Probleme. "Mehrere Bahnen sind an Weihnachten entgleist", berichtete Rheinbahnvorstand Klaus Klar. Für den Bus-Ersatzverkehr und für das Räumen der Gleise habe zusätzliches Personal bereitgestanden, "aber wir brauchen eine bessere Kommunikation untereinander, müssen auch die Kunden besser informieren", so Klar.

Für den großartigen Einsatz der Mitarbeiter bedankten sich alle Politiker. Dennoch müssten sich die Verantwortlichen in Betrieben und Ämtern fragen lassen, ob Fehler gemacht worden seien, so SPD und Grüne. "Auch ein harter Winter ist kein unvorhersehbares Naturereignis", sagte Günter Karen-Jungen (Grüne). Die Stadt habe sich zum Beispiel besser auf das Räumen der Haltestellen vorbereiten können.

(RP)