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Düsseldorf: Stadt nimmt Kürzung bei Wohlfahrtsverbänden zurück

Düsseldorf : Stadt nimmt Kürzung bei Wohlfahrtsverbänden zurück

Die Düsseldorfer Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie etc. können auch im nächsten Jahr mit der gewohnten Unterstützung der Stadt rechnen.

Das hat Oberbürgermeister Dirk Elbers in einem Gespräch mit dem Sprecher der Liga der Wohlfahrtsverbände zugesagt. Ursprünglich war der Betrag im Haushaltsentwurf für 2014 um 1,1 Millionen Euro abgeschmolzen worden. Da man darüber aber gar nicht mit den Verbänden gesprochen hatte, gab es bei der Durchsicht des Etats große Unruhe. Michael Kipshagen, Kreisgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt und Sprecher der Liga, hatte daraufhin mit dem OB gesprochen.

Die Liga hat mit der Stadt einen Fünf-Jahres-Plan vereinbart, der bis 2015 läuft. Insgesamt fließen rund 64 Millionen Euro an die Verbände. Bereits in diesem Jahr wurde um 600 000 Euro reduziert, dieser Betrag konnte aber durch Bundeszuschüsse auf 200 000 Euro reduziert werden. Vereinbart ist zum Ausgleich der jährlichen Kostensteigerung ein Plus der Zuweisungen um 1,38 Prozent. Wie die nächste Fünf-Jahres-Vereinbarung ausgestaltet werden soll, wird Gegenstand neuer Verhandlungen vermutlich nach der Kommunalwahl im Mai 2014 sein.

Über die Unterstützung bzw. auch Entlastung einiger Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen geht es in der heutigen Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses, bei der der Haushaltsentwurf im Mittelpunkt steht.

So beantragen zum Beispiel die Grünen eine Personalstelle für die "Charlottenstraße", um die vor allem aus Südosteuropa stammenden Frauen, die dort als Prostituierte arbeiten, zu beraten — etwa bei Gesundheitsthemen, aber auch über Ausstiegsmöglichkeiten. Die rund um die Charlottenstraße ansässigen Hilfsorganisationen wie "Knackpunkt", Aids-Hilfe und die Frauenberatungsstelle machten eine "sehr gute Arbeit", doch seien sie "längst an der Grenze ihrer Möglichkeiten", sagt Jürgen Kamenschek, Mitglied im Ausschuss. Der Ausschuss tagt heute ab 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses, Markptplatz 1.

(semi/ujr)