Düsseldorf: Stadt-Mitarbeiter wollen digitaler arbeiten

Düsseldorf: Stadt-Mitarbeiter wollen digitaler arbeiten

Bei der Personalversammlung der Verwaltung stellte sich Oberbürgermeister Thomas Geisel gestern in in der Mitsubishi Electric Halle Mitarbeitern und Personalrat. Letzterer zog auch ein Fazit zu den Entscheidungen der Verwaltungsspitze 2017. Dieses fiel gemischt aus: Positiv bewerten die Personalvertreter etwa das neue Konzept zur Reinigung städtischer Gebäude, Kritik gibt es an der Personalpolitik und der Tatsache, dass 1000 Stellen in der Verwaltung unbesetzt sind. Der Überblick:

Mangelhafte Digitalisierung Für Gelächter in der Mitsubishi Electric Halle sorgte das Thema "Digitalisierung" auf der Tagesordnung. Untaugliche Software und mangelhafte Schnittstellen würden die Arbeit in und zwischen den Ämtern erheblich erschweren, lautete eine Kritik. Positive Ansätze, wie dass die Beantragung eines Bewohnerparkausweises nun online möglich ist, hob der Personalrat lobend hervor. Andere Maßnahmen sorgten für Unverständnis, etwa der Wechsel des Internetbrowsers für die Mitarbeiter und dadurch verursachte Probleme.

Unbefristete Arbeitsverträge im Kinderhilfezentrum Viel Anklang nicht nur bei den Betroffenen erhielt das Entfristen der Arbeitsverträge der Betreuer im städtischen Kinderhilfezentrum. Diese Regel hat zunächst für zwei Jahre Bestand.

Tonhalle soll in gGmbH überführt werden Nicht nur die Mitarbeiter der Tonhalle, auch der Personalrat stemmen sich gegen die Überführung der Tonhalle in eine gemeinnützige GmbH. Personalratsvorsitzender Robert Wollborn sieht keinen positiven Kosten-Nutzen-Effekt: "Im Gegenteil, der Zuschussbedarf drumherum wird sogar steigen." Nicht betroffen von der Maßnahme sollen die Symphoniker sein. Sie gehören weiter zur Stadt. Die Tonhalle soll - wie schon Schauspielhaus und Oper - in eine solche Gesellschaft überführt werden. Mitarbeiter sollen weiter nach Tarif bezahlt werden.

Übergriffe auf städtische Mitarbeiter 2017 mehrten sich die Beschwerden städtischer Mitarbeiter wegen verbaler oder physischer Übergriffe von Besuchern. Eine Sachbearbeiterin des Bauaufsichtsamts wurde im Mai sogar von einem Mann mit einem Stuhl angegriffen und am Kopf verletzt. Die Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, Katharina Lang, bemängelte, dass es kein ausreichendes und einheitliches Sicherheitskonzept gebe. Zudem forderte sie eine Stellungnahme Geisels dazu.

(RP)