Pempelfort: Städtisch mitten im Grünen

Pempelfort : Städtisch mitten im Grünen

Der Name Pempelfort bezieht sich auf eine Furt durch die Düssel und die Besitzungen des Rumpold von Pempelfort. Der Stadtteil hat sich zu einer pulsierenden Ader in der Landeshauptstadt entwickelt.

Kein Stadtteil wird so unterschätzt wie Pempelfort. Ob man an der Schlossstraße wohnt oder an der Louise-Dumont-Straße, selbst ortskundige Düsseldorfer glauben, bei diesen Straßennamen eher an Derendorf oder die Stadtmitte. Weit gefehlt. Wenn man bedenkt, dass Pempelfort zu den ältesten Stadtteilen Düsseldorfs gehört und schon im Jahr 1288 urkundlich erwähnt ist - bei der Stadtgründung - dann erklärt sich die zentrale Lage fast wie von selbst.

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Nur wenige Stadtteile haben so viel zu bieten wie Pempelfort, angrenzend an den Hofgarten im Süden, im Westen an den Rhein und die Düssel als natürliche Grenze, die S-Bahn-Linie als künstliche Grenze. Bleiben noch Klever- und Jülicher Straße im Norden. Doch wohl gemerkt, jeweils nur eine Straßenhälfte zählt noch zu Pempelfort, die andere gehört zu Golzheim beziehungsweise Derendorf. Mitten in der Stadt leben und trotzdem ruhig im Grünen wohnen - das ist Pempelfort.

Vor allem die alten Patrizierhäuser mit Ausblick auf gewachsene Gärten locken, ob sie nun - ganz edel - an der Couvenstraße liegen oder direkt an einer verkehrsreichen Straße wie der Derendorfer oder der Moltkestraße. Egal wo man wohnt, im Prinzip kann der Pempelforter alle wichtigen Orte zu Fuß erreichen - und davon gibt es jede Menge. Oberlandesgericht und Regierungspräsidium an der Cecilienallee seien in einem Atemzug erwähnt mit der Museumsmeile am Joseph-Beuys-Ufer, dem Museum Kunstplast, dem NRW-Forum und nicht zu vergessen der Tonhalle.

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Früher war an der Kaiserstraße sogar die Messe untergebracht, bevor sie in größere Gebäudekomplexe nach Stockum zog. Pempelfort hat eben alles zu bieten. Mehr noch: die knapp 28000 Einwohner haben die Qual der Wahl - wenn es beispielsweise ums Einkaufen geht. Zwar ist der Markt an der Rochuskirche inzwischen in die Jahre gekommen und ist nicht mehr so attraktiv wie in den 90ern. Doch dafür gibt es die Einkaufstraßen wie die Dusiburger, Derendorfer oder die Münsterstraße - und die sehr beliebte Nordstraße.

Trotz aller Hektik geht es dort, wenn nicht gerade dörflich, so aber freundlich-gemütlich zu. Man kennt sich, man plaudert mit einander - egal ob beim Bäcker oder Metzger. Ob Bio- oder Delikatessenladen, ob edler Goldschmied oder feine Parfümerie - auf dieser Einkaufsstraße gibt es fast alles.

Nicht zu vergessen das Florian - ein Szenelokal, in dem man sich seit mehr als 20 Jahren trifft, und das nicht nur abends, sondern bereits zum Frühstück. Sehen und gesehen werden, lautet die Devise. An dieser Stelle gibt sich Pempelfort großstädtisch.

Wer es rustikaler mag: Schräg gegenüber liegt das Himmel & Ähd mit sehr bürgerlicher Küche. Dort fühlen sich die Gäste, ob sie sich vor dem Fußballspiel von Fortuna dort treffen oder nur auf ein Alt, fast wie in der Altstadt. Vor allem ein Blick in die Hinterhöfe der Nordstraße lohnt sich. Dort gibt es wunderbare kleine Geschäfte, die mit viel Liebe geführt werden, und die von Ortsunkundigen meist unentdeckt bleiben.

Auch die Restaurant-Szene ist in Pempelfort, einem der bevölkerungsdichtesten Stadtteile Düsseldorfs, mannigfach. Vor allem in den kleinen Seitenstraßen hinter der Nordstraße, wie Mauer-, Schwerin-oder Blücherstraße befinden sich ausgesprochen viele kleine Italiener, die mehr als Pizza und Pasta zu bieten haben. Einer der berühmtesten dieses Genres ist das Olio. Jahrelang an der Pfalzstraße ansässig, kocht Roman Jasper heute auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Gelände. Fragt sich nur, wie lange noch. Die meisten Bauten sind abgerissen, und die Pläne für das künftige Quartier Central müssen nur noch in die Tat umgesetzt werden.

Dafür hat sich wenige Meter weiter eine Kneipen- und Restaurant-Szene an der Moltkestraße entwickelt: Von der Löffelbar direkt an der Bahnbrücke Richtung Zoo-Viertel über das Curry und Ab der Fisch bis hin zum Benoa geht es multikulti zu - kulinarisch gesehen. Konkurrenz gibt es inzwischen direkt um die Ecke an der Tußmannstraße. Der Herr Spoerl, ein Traditionslokal in einem schönen Innenhof, musste die Örtlichkeiten räumen. Dafür hat sich inzwischen das Tußmann zum Schicki-Micki-Szene-Lokal entwickelt, gleich gegenüber mit dem Arizona geht es amerikanisch weiter. Wer Hunger hat, muss nicht weit fahren, fußläufig gibt es die ganze Palette bis hin zum neuen Intreff: dem Linguini an der Bagelstraße - direkt gegenüber der Rochuskirche.

Mit ihrer eiförmigen Kuppel zählt sie zu den Wahrzeichen Pempelforts. Wer über die stark frequentierte Prinz-Georg-Straße fährt, die am Düsselgraben entlang führt, kommt an der markanten Jesus-Figur nicht vorbei. Der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim hat die Bronzefigur 1982 für den Katholikentag geschaffen. Jetzt hängt sie (übrigens ohne Kreuz) eindrucksvoll am Turm der Rochuskirche.

Und wo gibt es soviel Grün? Der Hofgarten, die Rheinwiesen mit Rheinpark, der Kolpingpark und der Golzheimer Friedhof, dessen südlicher Teil zu Pempelfort gehört.

(RP)
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