Unverwechselbarkeit ist Maßstab: Gramm: Prickelnd wie Champagner

Unverwechselbarkeit ist Maßstab: Gramm: Prickelnd wie Champagner

<P>Düsseldorf (RP). "Am Ende des Tages muss der Kunde entscheiden, was er kauft", sagt Francois Hartz, Geschäftsführer der Agentur Gramm. Der Erfolg von Werbung werde an Verkaufszahlen gemessen, aber Werbung alleine verkaufe nicht.

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p class="text"> Gute Kampagnen müssten die Menschen involvieren. "Wer den Wert einer Marke steigern will, muss Emotionen wecken und Beziehungen und Bindungen aufbauen." Nur so würden in Zeiten großer Markenvielfalt aus Käufern treue Kunden werden.

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p class="text">"Gramm gibt Markenwert mehr Gewicht", heißt es denn auch in der Image-Broschüre der Agentur. Und weiter: "Kreativität ist der Rohstoff. Unverwechselbarkeit der Maßstab." Dazu gehen die Kreativen raus, treffen ihre Zielgruppe. In der Praxis bedeutet dies: "Wir gehen auf Spielplätze, in Hochhäuser und Läden", erklärt Hartz. "Wir wissen, wo die Zielgruppe lebt und dorthin gehen wir, um sie kennen zu lernen." Manchmal sogar bis in das Wohnzimmer. Empirische Feldforschung, durch die die Kreativen mehr über die Bedürfnisse der potenziellen Kunden einer Marke erfahren.

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p class="text">"Werbung ist wie Champagner, es muss prickeln, wenn man sie macht", sagt Kreativdirektor Uwe Köbbel. Eine der zumindest in Düsseldorf wohl derzeit bekanntesten Kampagnen der Agentur ist die für Rhein Fire. Die Rückkehr des Football-Teams in die Heimat bewirbt die Agentur Gramm mit einer eigenwilligen Kampagne. "Wir haben die Sport- und Modebegeisterung der Stadt verbunden", sagt Köbbel. Der Claim der Kampagne lautet "Hot Couture". Das erste Plakat zeigte eine weiße Pudel-Dame, die einen Football als "Kleid" trägt.

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p class="text">Eine weitere ungewöhnliche Kampagne ist die für den VolvoV50 Sportkombi. Nicht Motorleistung oder Karosserie werden beworben. Gramm zeigt beispielsweise die Innenausstattung. "Designermöbel aus Schweden" heißt es dazu. Oder das Auto fährt scheinbar an der Decke entlang - "Neues zum Thema Bodenhaftung". Muster und Marken müssten sich weiterentwickeln, "man muss Spielräume, etwas Neues finden, darf die Marke dabei aber nicht neu erfinden", so Köbbel.

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p class="text">Die Agentur Gramm gehört zu den ältesten der Stadt. Gegründet wurde sie 1953 von Karl-Heinz Gramm. Zwischenzeitlich firmierte die Agentur als "Gramm& Grey", dann verschwand der Name Gramm ganz. Vor 23Jahren wurde der Name wiederbelebt, eine neue Werbeagentur Gramm gegründet. "Der Name und die Marke Gramm war noch immer in den Köpfen", sagt Hartz. Heute ist Gramm allerdings im Gegensatz zu früher keine klassische Werbeagentur mehr. "Die gibt es auch eigentlich nicht mehr", so Hartz. "Wir sind vernetzt, es gibt alles aus einer Hand, von der klassischen Werbung, über Dialogmarketing und Promotion bis zu Online."

Und noch etwas hat sich in den vergangenen Jahren verändert: "Früher war eine Million ein hübsches Mediageld, heute ist das eher Kleinkram", so Köbbel. "Und mit höheren Budget wächst natürlich auch der Druck."

(alfa)
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