Mein Holthausen: Früher konnten wir auf Feldern Fußball spielen

Mein Holthausen : Früher konnten wir auf Feldern Fußball spielen

Warum ich in Holthausen lebe? Zum Einen, weil wir ­ meine Frau und ich ­ dort viele Freunde haben. Wir sind beide hier aufgewachsen und sogar gleichzeitig zur Schule gegangen. Dort haben wir uns auch kennengelernt, später dann geheiratet.

<

p class="text"> Im vergangenen Jahr haben wir in der Kirche St. Josef unsere Goldhochzeit gefeiert. Viele Freunde kennen wir auch über den Schützenverein. Bei den Schützen bin ich seit 1952 Mitglied, damals erst als Jungschütze.

<

p class="text"> Nach dem Krieg war Holthausen anders, viel ländlicher. Meine Frau Helga sagt heute noch manchmal "Ich geh‘ ins Dorf”, wenn sie einkaufen geht. Als Kinder konnten wir auf der Itterstraße Rollschuh laufen, auf Feldern Fußball spielen und auf der Wasserfläche des Regenrückhaltebeckens im Winter Schlittschuh laufen. Heute sieht Holthausen natürlich anders aus. Die Neugestaltung des Kamper Ackers gefällt mir gut ­ auch wenn die alten Probleme mit der Alkohol- und Drogenszene noch nicht ganz gelöst sind. Einiges ist aber schon passiert: Der neue Platz und der Wochenmarkt werden von den Holthausenern angenommen, die Jungschützen feiern dort einen Tanz in den Mai, und ich organisiere das Straßenfest, das im Sommer zugunsten HIV-betroffener Kinder stattfindet. Holthausen hat eine gute Infrastruktur: Man kann nahezu alles kaufen, und die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut.

Besonders schön in Holthausen ist der Elbroich-Park. Der ist seit 1955 öffentlich. Der Bürgerverein, den es heute nicht mehr gibt, hatte sich dafür engagiert. Ich kann mich erinnern, wie wir als Jugendliche über die Mauer in den Park gestiegen sind ­ dort haben wir unsere ersten Zigaretten geraucht.

(jeni/jul)
Mehr von RP ONLINE