Interview: "Ein gewachsener Stadtteil"

Interview : "Ein gewachsener Stadtteil"

Seit 38 Jahren lebt Paul Emmerling in Hassels. Er moderiert jedes Jahr die Schützenparade. Im Interview spricht er über den Stadtteil.

Herr Emmerling, unter den Düsseldorfern ist Hassels eher unbekannt. Woran liegt das?

Emmerling Vielleicht hat es damit zu tun, dass es hier kein markantes Bauwerk oder eine große Attraktionen gibt. Die Benrather haben ihr bekanntes Schloss, und in der Altstadt gibt es die vielen Kneipen. Dennoch haben wir hier sehr schöne Bauwerke.

Zum Beispiel?

Emmerling Da wäre natürlich das Denkmal im Zentrum von Hassels. Nebenan steht das Fachwerkhaus aus dem 19. Jahrhundert und am Schönenkamp ist die St.-Antonius-Kirche.

Was unterscheidet Hassels von anderen Stadtteilen? Was macht ihn besonders lebenswert?

Emmerling Es geht hier weitaus ruhiger und beschaulicher zu als anderswo. Wenn man in manchen anderen Düsseldorfer Vierteln länger nicht gewesen ist, erkennt man sie aufgrund der vielen Veränderungen kaum wieder. Hassels hingegen ist ein gewachsener Stadtteil, in dem noch immer relativ viele Alteingesessene leben.

Stimmt es, dass die Hasselser überdurchschnittlich stark in Vereinen aktiv sind?

Emmerling Es gibt sicher wenige Stadtteile, in denen Bürger so aktiv in Vereinen sind wie in Hassels. Allen voran natürlich bei den Antonius-Schützen. Aber auch in sportlicher Hinsicht wird viel getan. Zum Beispiel beim Turnerbund und bei der SG Benrath-Hassels -­ um nur wenige Vereine zu nennen.

Was wünschen Sie sich für Hassels?

Emmerling Da gibt es nicht viel, schließlich ist die Infrastruktur im Stadtteil sehr gut. Wir haben einen S-Bahnhof, mit dem Bus kann man direkt in die Innenstadt fahren und die A46 und A59 sind gleich nebenan. Was aber fehlt, ist ein Veranstaltungssaal für die Vereine.

Seit wann wohnen Sie in Hassels?

Emmerling 1972 sind wir nach Hassels Nord gezogen, später dann nach Hassels-Süd. Gebürtig stamme ich aber aus der Altstadt und habe auch in Unterbilk und in Wersten gelebt. Nach 38 Jahren fühle ich mich als Hasselser. Haben Sie einen Lieblingsplatz? Emmerling Das Denkmal sowie die Kneipen "Am Denkmal” und "Zoppoter 22”.