Lörick: Ein besonderes Düssel-Dorf

Die Landwirtschaft hat Lörick geprägt - und prägt es heute noch: Eindeutig sind die früheren Höfe erkennbar, einige werden noch betrieben. Heute ist der Ortsteil vor allem als Wohngebiet sehr begehrt.

In Lörick wohnt man nicht nur. Dort lebt man. Keinen Kontakt zu seinen Nachbarn zu bekommen, ist schwer. Schnell ist man eingebunden ins Dorfleben, lernt die Menschen kennen, viele auch schätzen, erfährt einiges von ihnen (und sie über einen selbst!), kann - so man denn will - an ihren Festen teilnehmen. Manchmal erinnert einen dieser Stadtteil an das gallische Dorf, das Asterix und Obelix berühmt machten: Sehr selbstbewusst und eigen, die Bewohner.

Wenn's sein muss auch streitbar, übrigens auch nach innen. Denn zu glauben, dort sei immer Friede, Freude, Eierkuchen angesagt, wäre naiv. Nach außen jedoch wird meist Einigkeit demonstriert. Was unter anderem daran liegt, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung dieses etwas anderen Düssel-Dorfs miteinander verwandt, verschwägert ist und viele miteinander befreundet sind.

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Willi Speit ist einer der alten Löricker. Und eine Art lebendes Lexikon über diesen Ortsteil. Er hat nie woanders gelebt, und wollte das auch nie. Aufgewachsen ist er in einem Haus gegenüber der alten Löricker Volksschule, die heute als Künstleratelier dient (in den frühen 80er Jahren hatte dort Anatol Herzfeld seine Werkstatt). Also kennt Speit das Dorf seit seiner Kindheit, und die meisten, die dort leben.

(RP)