Düsseldorf: Stadt feiert ein Jahr lang ihren 725. Geburtstag

Düsseldorf : Stadt feiert ein Jahr lang ihren 725. Geburtstag

Das Stadtmuseum bildet mit seiner nächsten Ausstellung den Auftakt zum Jubiläumsjahr, das im September seinen Höhepunkt erreicht. Auch das erste Geschenk ist schon überreicht.

Die Feierlichkeiten nehmen langsam Form an. Mehr und mehr Ideen zum 725. Geburtstag der Stadt Düsseldorf treffen im Rathaus ein, von den Bühnen und privaten Initiativen, aus den Museen und Ämtern. Im Büro von Oberbürgermeister Dirk Elbers werden die Ideen nun zu einem Festprogramm zusammengestellt, im Laufe des Monats soll es der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eines ist dabei schon jetzt klar: Der 725. wird das ganze Jahr lang gefeiert. "Wie ein roter Faden sollen sich zahlreiche Veranstaltungen durch das ganze Jahr ziehen und in einem großen Bürgerfest als Höhepunkt münden", sagt Elbers. "Dabei wollen wir die Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt stellen."

Das zentrale Ereignis des Jahres ist für den Sommer auf dem Markt- und Burgplatz sowie der Rheinuferpromenade geplant. Dort soll ein mittelalterlicher Markt an Düsseldorfs Vergangenheit erinnern, an anderen Ständen und auf den Bühnen sollen auch Gegenwart und Zukunft der Landeshauptstadt thematisiert werden.

Ursprünglich war angedacht, das Bürgerfest auf den konkreten Stadtgeburtstag, den 14. August, zu legen. Dieser Tag fällt aber mitten in die Sommerferien, so dass nun das erste September-Wochenende als wahrscheinlicher Termin gilt. Eröffnet werden soll dieses Jubiläumswochenende mit einem Festakt in der Tonhalle oder im Opernhaus. Angedacht ist, dazu unter anderem die Oberbürgermeister der Partnerstädte einzuladen, für das Programm ist unter anderem ein Vortrag über die Geschichte der Stadt vorgesehen.

Oberbürgermeister Dirk Elbers stellt die Gemeinschaft der Düsseldorfer in den Mittelpunkt des Jahres. "Mit den zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in den Schulen und an vielen Orten der Stadt wollen wir gemeinsam unsere Stadt feiern und das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken."

Den Auftakt zu all den kleinen und großen Festen bildet ab 5. Februar die Ausstellung "Stadtgründung". Das Stadtmuseum setzt dabei drei Schwerpunkte: Die Schau thematisiert die Stadterhebung Düsseldorfs nach der Schlacht von Worringen im Jahr 1288 und beschäftigt sich auch allgemein mit Stadtgründung in den hiesigen Gefilden im Mittelalter. Urkunden, Stadtpläne, Stadtansichten, Dokumentationen von Ausgrabungen und Fundstücke aus dem früheren Alltag veranschaulichen, wie damals Städte entstanden. Der dritte Teil der Ausstellung gibt einen Einblick in den Forschungsstand von Rekonstruktionen der Stadt zu Zeiten Graf Adolfs V. von Berg, also Ende des 13. Jahrhunderts. Die zweite Schau des Stadtmuseums im Geburtstagsjahr widmet sich der jüngeren Vergangenheit, ab 3. August heißt das Thema "Wohnen in der Stadt" und zeigt Wohnbauten und -siedlungen zwischen den Fünfzigern und Siebzigern.

Düsseldorf Marketing und Tourismus hat zum Stadtgeburtstag einen Jubiläumsspaziergang entwickelt. Dieser führt die Teilnehmer zu den Wurzeln Düsseldorfs, zur Zollstraße, zum alten Stadtkern rund um den Stiftsplatz und erklärt, warum es jenseits der früheren Grenze an der Flinger Straße Weinfelder gab. Die Spaziergänge sind ab Februar für den jeweils ersten Samstag im Monat vorgesehen.

Ein erstes Geburtstagsgeschenk hat die Landeshauptstadt auch schon erhalten — von der Bürgerstiftung "dus-illuminated" und von den Stadtwerken. Das Stadterhebungsmonument, mit dem der Bildhauer Bert Gerresheim mit vielen Symbolen die Geschichte der Stadterhebung sinnfällig macht, soll ab Frühjahr nachts beleuchtet werden. "Es entfaltet dann auch in der Dunkelheit eine besondere Anziehungskraft und lockt zum Betrachten", sagt Edmund Spohr vom Vorstand der Bürgerstiftung. Die Beleuchtung sei mit dem Künstler abgesprochen und in Grüntönen gehalten, um mit dem Bronzeguss zu harmonieren. Das Stadterhebungsmonument steht am nördlichen Ende des Burgplatzes, wo die Düssel in einen Kanal geführt wird. Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges hat es der Stadt vor 25 Jahren geschenkt, zum 700. Geburtstag.

(RP/jco/ila)
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