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Schulpolitik: Stadt behält Grundschulbezirke

Schulpolitik : Stadt behält Grundschulbezirke

Die Schulpolitik soll sich laut neuer Landesregierung ändern. Wie wirken sich die bisher formulierten Punkte des Koalitionsvertrages in der Landeshauptstadt aus?

Schulbezirksgrenzen Rot-Grün stellt es den Kommunen frei, zu den alten Grundschulbezirksgrenzen zurückzukehren, die 2007 aufgehoben worden waren. "Düsseldorf wird das nicht tun", sagt Schuldezernent Burkhard Hintzsche. "Bei uns können die Eltern die Grundschulen weiter frei wählen, das hat sich bewährt."

Turbo-Abitur Die Regierung will, dass Schulen selbst entscheiden, ob sie das Abitur nach acht oder nach neun Jahren abnehmen. Hintzsche möchte zumindest für die Stadt eine einheitliche Regelung und will sich bei den Rektoren für die Acht-Jahre-Regelung einsetzen. "Das Durcheinander ist selbst dann noch groß: Was ist, wenn eine Stadt bei acht Jahren bleibt und eine andere das Abitur erst nach neun Jahren anbietet — und eine Familie umziehen möchte?", fragt der Beigeordnete.

Sechs Jahre Grundschule Längeres gemeinsames Lernen steht im Koalitionsvertrag. An eine Umrüstung der Schulen denkt Düsseldorf derzeit aber nicht: Auch in diesem Punkt sollen die Kommunen künftig die Wahl haben. Hintzsche: "75 Prozent unserer Schüler besuchen ein Gymnasium oder eine Realschule. Ich glaube nicht, dass die Eltern dieser Schüler damit einverstanden wären, wenn sich diese Schulzeit durch eine längere Grundschule verkürzen würde."

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Gemeinschaftsschule Schulen sollen entscheiden, ob sie sich zu Gemeinschaftsschulen umwandeln wollen, Druck haben sie nicht: Die Schülerzahlen in Düsseldorf sinken nicht wie in anderen Regionen. Hintzsche sieht bisher auch keinen Unterschied zu Gesamtschulen. Verbundschulen zwischen Haupt- und Realschulen seien zudem immer denkbar. Hintzsche: "Es ist aber möglich, dass künftig nur noch Gemeinschaftsschulen gegründet werden dürfen. Bisher steht das aber noch nirgendwo."

Inklusion Behinderte sollen auf Wunsch in die Regelschulen gehen, Förderschulen sollen daneben erhalten bleiben. Die Stadt erwarte vom Land konkrete pädagogische Vorgaben sowie einen personellen und finanziellen Rahmen, heißt es. "Das Land muss einen Standard beschreiben", so der Dezernent. "Die Lehrer-Schüler-Relation muss beispielsweise festgelegt werden."

Kein Absenken des Schuleintritt-Alters Bis 2013 sollte das Alter der Neulinge langsam sinken. Das will Rot-Grün nicht. Für die Städte heißt das: Sie müssen (noch) mehr Kita-Plätze für die Älteren vorhalten.

(RP)