Kö Lauf: Zum Abschied aufs Treppchen

Kö Lauf : Zum Abschied aufs Treppchen

Kurz vor dem Ziel wurde der ehrgeizige Carsten Eich gestern beim Kö-Lauf doch noch von zweiKenianern abgefangen. Mit dem dritten Platz war er aber bei seinem letzten Start in Düsseldorf zufrieden.

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p class="text">"Mann, der Carsten geht viel zu schnell an. Er macht die ganze Führungsarbeit. Er muss sich in die zweite Reihe fallen lassen", ereifert sich Kö-Lauf-Cheforganisator Jan Winschermann. Aber Carsten Eich hält beim schnellsten 10-Kilometerrennen beim Kö-Lauf stur an seiner Marschrichtung fest. Nach acht Kilometern, als die Führungsgruppe auf vier Läufer zusammengeschmolzen ist, zieht der ehemalige Halbmarathon-Europarekordler im Trikot des rhein-marathons Düsseldorf das Tempo sogar noch mal an. Erst 600 Meter vor dem Ziel kontern zwei Kenianer. Boniface Biwot und Saji Abdelkabir verschärfen noch mal das Tempo. Eich kann seinen Rhythmus nicht mehr erhöhen, kann nicht mehr zulegen. Am Ende überquert er nach 29:49 Minuten als Dritter die Ziellinie. Biwot war 18 Sekunden schneller, Abdelkabir acht.

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p class="text">"Ich wollte unbedingt aufs Treppchen. Deshalb bin ich von Anfang an aggressiv gelaufen", erklärt Eich. Der Ehrgeiz des 37-Jährigen wurde nochmal angestachelt. Für den zweifachen Olympiateilnehmer war der Kö-Lauf 2007 das letzte Rennen in der Landeshauptstadt. "Für mich ist definitv am 31. Dezember mit dem Leistungssport Schluss. Da schwingt etwas Wehmut mit. Aber es ist schön, auf dem Treppchen stehend auf Wiedersehn zu sagen", so Eich.

Im "Zehner" der Damen sagte die amtierende Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch "Hallo". Nach einer langwierigen Fußverletzung nimmt sie wieder an Wettkämpfen teil, aber noch nicht gewohnt erfolgreich. "Die Zeit darf ich meinem Trainer gar nicht sagen. Ich hatte von Anfang an schwere Beine. Woran das gelegen hat, weiß ich auch nicht", erklärt die Läuferin von der LAV Rostock. Sie konnte gegen das Kenia-Trio Alice Mogire (33:25 Minuten), Nancy Arusei (33:54) und Emmah Kuriuku (34:14) nichts ausrichten. Sogar die russische U21-Europameisterin Olga Minina (34:19) kam noch vor Maisch (35:09) ins Ziel. "Ich bin enttäuscht. Im Training war ich schon viel schneller. Das ist ein kleiner Dämpfer", ärgert sich die Rostockerin. Auf der Strecke musste sie sogar Kö-Lauf-Mitorganisatorin Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) kurz passieren lassen. Oberem wollte eigentlich nur sehen, wie es auf der Strecke so geht. "Es ging gut. Es war in Ordnung. Ich bin zufrieden", so die Leverkusenerin. Sie kam als Siebte nach 35:16 Minuten ins Ziel. Eine Doppelschicht schob Moses Kibet. Zunächst wurde der Kenianer Dritter bei der Kö-Meile, dann lief er noch als Fünfter beim Zehn-Kilometerlauf durchs Ziel. Kö-Lauf-Cheforganisator Jan Winschermann war zufrieden: "Es ist gut gelaufen."

(RP)