Wonnemond verpasst knapp den dritten Platz

Renntag auf dem Grafenberg : Wonnemond verpasst knapp den dritten Platz

Jockey Alexander Pietsch siegt auf Robin of Navan. Mann des Tages wird aber Marco Casamento.

Außenseiter Robin of Navan hat überraschend das Hauptrennen gewonnen, Lokalmatador Wonnemond ist starker Vierter geworden und Fortuna-Galopper Pick‘s Flight nur mit Pech am Sieg vorbei geschrammt – das sind die wichtigsten Schlagzeilen vom Renntag am Sonntag auf dem Grafenberg. „Vergiss nie die beste Leistung eines Pferdes“, lautet eine alte Turf-Weisheit, die sich jetzt wieder einmal eindrucksvoll bestätigte. Denn der von Harry Dunlop trainierte Sieger-Wallach hatte vor vier Jahren auf allerhöchstem Niveau das Criterium de St. Cloud gewonnen, danach aber auch auf Handicap-Niveau nichts mehr bewegen können.

Jetzt erlebte der American-Post-Sohn im Alter von sechs Jahren nach einem wahren Glanzritt von Alexander Pietsch seinen zweiten Frühling. „Da keiner führen wollte, bin ich trotz schlechtem Start direkt nach vorne gegangen und habe im Einlauf noch einmal richtig Gas gegeben“, resümierte Pietsch. Ernüchternd für die heimische Meilengarde: Mit Indian Blessing und Gerald Mosse ging auch der zweite Platz an einen Galopper von der Insel. Während Nica einem stark laufenden Wonnemond noch den dritten Platz vor der Nase wegschnappte, konnte die Favoritin Shalona aus guter Position nicht mehr beschleunigen und wurde nur Sechste.

Der „Stall Fortuna 95“ hat es besser gemacht, aber auch nicht zum großen Wurf gebracht. Denn deren vierjähriger, von Lokalmatador Sacha Smrczek trainierter England-Import Pick‘s Flight war nicht mit Fortuna im Bunde, verpasste mit Jockey Bayarsaikhan Ganbat nur knapp mit einer halben Länge – und vor allem äußerst unglücklich – seinen zweiten Jahreserfolg. Im Einlauf mehrfach gestört, kam der Wallach auf den letzten Metern und in Slalommanier zwar angeflogen, doch der Zielpfosten leider auch etwas zu früh.

Die heimische Trainergilde blieb somit sieglos. Zum Mann des Tages avancierte Jockey Marco Casamento, dem mit Quita, Expediate und Haylah in den Rennen vier, fünf und sechs ein lupenreiner Hattrick gelang.

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