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Football: „Wir bewegen die Massen“

Football : „Wir bewegen die Massen“

Sammy Schmale (38), Geschäftsführer von Rhein Fire, über die Ziele in der Football-Liga NFL Europa, Verletzungspech und eine Steigerung der Zuschauerzahlen.

War das 13:17 gegen Hamburg ein trauriges Saisonende für Rhein Fire?

Schmale Ja, es war keine schöne Saison für uns. Wir haben trotzdem zum Ende hin attraktiven Football gezeigt. Das Stadion war gut gefüllt, und wir hatten ein sehr begeisterungsfähiges Publikum. Aber am Ende des Tages werden wir an Siegen gemessen und nicht an Niederlagen. Da lautet die Bilanz leider 4:6 gegen uns. Wir wären natürlich gern mit einem 5:5 aus der Saison gegangen.

Ist der Manager zufrieden mit der Zuschauerzahl? Gegen Hamburg kamen noch einmal fast 23000.

Schmale Das spricht für das Produkt von Rhein Fire. Wir haben sensationelle Shows in diesem Jahr gesehen. Es spricht sich rum, dass das Paket Rhein Fire sehr interessant ist. Das spricht auch für die Zuschauer-Zahlen. Wir hatten viele Besucher, die zuvor noch nie beim Football waren, beziehungsweise zum zweiten oder dritten Mal wiedergekommen sind in dieser Saison. Das hilft auch für die Zukunft.

Was war für Sie das erfreulichste Ereignis dieser Saison und was die größte Enttäuschung?

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Schmale Das Erfreulichste war, dass wir uns in den letzten drei Heimspielen vernünftig aus der Affäre gezogen haben. Der 27:24-Sieg über Frankfurt Galaxy und das tolle Spiel beim 41:38 gegen Amsterdam haben für einiges entschädigt. Das negative Thema sind die vielen schweren Verletzungen. Es ist nicht üblich, dass sich so viele Spieler so schwer verletzen, dass sie ersetzt werden müssen.Wir hatten in unserer 13. Saison das Verletzungspech gegen uns. Das hat uns weh getan in diesem Jahr, weil ich glaube, dass wir zum Ende hin wirklich deutlich besser geworden sind. Es gab viele Teams, die wir hätten schlagen können. Die einzige Ausnahme war das Match in Hamburg.

Was kann Rhein Fire im Hinblick auf die neue Saison zur Verbesserung der Spieler-Qualität tun?

Schmale Das ist etwas, was die Trainer über die Saison hinaus machen müssen. Sie werden ihre Arbeit auswerten, sicherlich einige Spieler wieder bekommen und in Kontakt mit ihnen bleiben. Eine ganz wesentliche Maßgabe für uns ist, bessere, jüngere Nationals zu finden. Deren Rolle wird zunehmend wichtiger. Wir haben in diesem Jahr unter Beweis gestellt, dass wir diese jungen Leute spielen lassen. Nur so können sie sich entwickeln, nur so können wir insgesamt dem Sport weiter helfen. Es freut mich sehr, dass wir auch hier in der Amateur-Szene einen großen Run auf die Sportart haben. Über 1000 Jugend-Pässe wurden allein für den NRW-Verband in diesem Jahr ausgestellt. Das ist die größte Anzahl seit Bestehen des Verbandes in NRW. Und da tragen wir auch mit dazu bei. Das müssen wir noch intensivieren.

Kann das Management von Fire noch etwas verbessern?

Schmale Wir können eine ganze Menge besser machen. Wir haben ein großes Stadion zu füllen und wollen irgendwann mal wieder 35000 Zuschauer im Schnitt erreichen. Wir kommen jetzt auf knapp 24500. Das ist für das Spielergebnis eine gute Zahl. Wir bewegen die Massen. Es gibt kaum eine andere Sportart in Düsseldorf, die konstant so viele Zuschauer bewegt im Mannschafts-Sport.

Wie heißt der sportliche Wunsch für 2008?

Schmale Der World Bowl ist natürlich das ultimative Ziel. Wichtig ist, dass wir die Heimspiele gewinnen. Wir müssen attraktiveren und aggressiveren Football spielen. Nur das bringt die Zuschauer in die Stadien. Ich würde mich freuen, wenn wir alle fünf Heimspiele gewinnen.

Hans Stolle führte das Gespräch.