West-Trainer Schneider muss in Kleve auf seinen Torhüter verzichten

Amateurfußball: West-Trainer Schneider muss in Kleve auf seinen Torhüter verzichten

Nach dem Pflichtsieg gegen Duisburg wird sich in Kleve zeigen, ob der SC West eine Trendwende einläuten kann. „Noch ist der Bock jedenfalls nicht umgestoßen“, sagt Trainer Julien Schneider.

Knapp 18 Minuten waren gespielt, als SC-West-Torhüter Sebastian Siebenbach nach einem zu kurz geratenen Rückpass aus seinem Tor sprintete und mit einem Angreifer des FSV Duisburg kollidierte. Aufgrund dieser Rettungsaktion sicherte Siebenbach dem Fußball-Oberligisten zwar die Führung und ebnete damit den Weg für den späteren 4:1-Erfolg gegen das Schlusslicht. Gleichzeitig zog sich der Keeper bei dem waghalsigen Ausflug allerdings einen Nasenbeinbruch zu.

Am Donnerstag wurde der 29-Jährige erfolgreich operiert, wie Trainer Julien Schneider berichtet. „Die Gesichtsmaske liegt schon bereit, aber wir werden kein Risiko eingehen, zumal Thorsten Pyka als Ersatz einen richtig guten Job gemacht hat. Auf ihn werden wir die nächsten Wochen setzen.“ Der 23 Jahre alte Sommerzugang von der SG Benrath-Hassels konnte mit seinen 1,94 Metern vor allem bei hohen Flanken überzeugen und soll diese Präsenz auch am Sonntag (15 Uhr, Getec-Arena) im Spiel gegen den 1. FC Kleve ausstrahlen.

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Nach dem Pflichtsieg gegen Duisburg wird sich in Kleve zeigen, ob der SCW eine Trendwende einläuten kann. „Noch ist der Bock jedenfalls nicht umgestoßen“, befindet auch Schneider und erwartet einen gut geordneten, aber durchaus schlagbaren Gegner. „Wir müssen die Gegentorzahl gering halten. Das ist die Grundvoraussetzung, um etwas Zählbares mitzunehmen“, bekundet Schneider.

Für dieses Unterfangen werden dem Coach aller Voraussicht nach Sebastian Santana (Bänderriss) und Abwehrmann Rico Weiler (krank) fehlen. Letztgenannter dürfte durch Kristijan Stefanovski ersetzt werden, dessen Leistungen Schneider als „sehr zuverlässig“ beschreibt. Mit einem Sieg würde West (14./neun Punkte) am Aufsteiger (11./elf Punkte) vorbeiziehen. Immerhin gehen die Oberkasseler ausgeruhter in die Partie. Denn am Mittwoch waren die Klever gegen den 1. FC Monheim (1:2) im Niederrheinpokal gefordert. Dieser mögliche Vorteil ist den Blau-Weißen nicht unbekannt.

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