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Wasserball: DSC 98 Düsseldorf geht erste Liga zuversichtlich an

Nach sportlichem Aufstieg : DSC-Wasserballer gehen das Wagnis erste Liga zuversichtlich an

Die erste Wasserball Liga DWL erfordert einen höheren sportlichen und wirtschaftlichen Aufwand. Der DSC wagt den Sprung, bleibt aber bei seiner bewährten Linie.

Zum Abschluss der Saison 2002/03 endete die große Zeit des Düsseldorfer Wasserballs. Der DSC 1898, der sich 1995 die Vizemeisterschaft gesichert hatte, zog sich aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurück. Rund 16 Jahre später gibt es nun die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse. Der DSC hatte in den vergangenen beiden Jahren auf NRW-Ebene in der 2.Liga alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, darunter zuletzt das Double aus Westdeutscher Meisterschaft und NRW-Pokalsieg.

War man im Vorjahr noch im Aufstiegsturnier in die erste Liga (DWL) gescheitert, so entfiel nun dieses Turnier durch Rückzüge und Nichtteilnahme anderer qualifizierter Vereine. Die Gründe dafür lagen neben der sportlichen Konkurrenzfähigkeit an der wirtschaftlichen und administrativen Belastung, die ein Start in der höchsten Liga mit sich bringt – Aspekte, die auch den DSC zu langem Nachdenken zwangen.

„Nachdem die Spieler und der Trainer sich geschlossen für den Aufstieg ausgesprochen hatten, haben wir dies als Auftrag verstanden, alles daran zu setzen, eine DWL-Teilnahme möglich zu machen“ – so erklärt der Vorsitzende Dirk Lindner den Beschluss, Kurs auf die DWL zu nehmen. Der DSC will zwar für die sportliche Konkurrenzfähigkeit den Kader erweitern, aber dabei „auf Alleinunterhalter mit zu ausgeprägtem Egoismus“ verzichten, versichert der frühere Ausnahme-Wasserballer Karl Trautmann, jetzt ebenfalls im Vorstand des Klubs. „Bei uns wird es auch keine gravierenden Unterschiede bei den Zuwendungen an die Spieler geben.“

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Lindner unterstreicht seine feste Absicht, weiter seriös zu arbeiten und sich auf kein Abenteuer einzulassen: „Wir wollen erfolgreichen Wasserball in Düsseldorf zeigen mit Sportlern, die in hier groß geworden sind oder sich hier langfristig niederlassen wollen. Wir bieten dafür das nötige Umfeld, um Beruf, Familie und Sport zusammenzubringen.“ Dazu passen die Worte von Mannschafts-Kapitän Joost van Kaathoven: „Ich habe ja schon in der DWL gespielt, aber mit meinem Heimatverein Düsseldorf dort anzutreten, bedeutet für mich noch einmal etwas Besonderes. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem nötigen Engagement den Mehraufwand bewältigen können, und das nicht nur für eine Saison.“

In finanzieller Hinsicht kommt dem Aufsteiger, dessen Spieleraufgebot eine Altersspanne von 16 bis 32 Jahren umfasst, entgegen, dass in der DWL Pro B mehrere Vereine aus NRW spielen (Bayer Uerdingen, SV Krefeld, SGW Köln) und die aufwändigen Auswärtsfahrten (White Sharks Hannover, SGW Weiden, SC Wedding Berlin, SV Ludwigsburg) sich in Grenzen halten. Erfolgstrainer Gabor Bujka freut sich, dass sich seine Mannschaft, der Verein und er sich für die gleiche Richtung entschieden haben. „Der Unterschied zwischen der zweiten Liga und der DWL ist zwar sehr groß. Wir müssen daher unser Training umstellen, um die aktuelle Mannschaft zu verbessern. Wenn dies gelingt, werden wir keine Eintagsfliege sein.“