Tischtennis : Wagners Weg nach Wien

Der Erfolgstrainer der Borussia übernimmt einen Posten in der Werner-Schlager-Academy in Österreich. Für neun Titel zeichnete der 38-Jährige verantwortlich. Seine Ex-Spieler will er aber nicht aus den Augen lassen.

Langweilig wird es Dirk Wagner derzeit nicht. Zwar ist die Saison in der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) und der Champions League vorbei, doch der Meistertrainer der Borussia hat keinen Urlaub, sondern sehr viel zu tun. Er muss Koffer packen und den Wohnsitz der Familie Wagner von Düsseldorf nach Wien verlegen.

Der 38-Jährige ist in der kommenden Saison nicht mehr Borussen-Trainer, sondern arbeitet im neuen Leistungszentrum des ehemaligen Weltmeisters Werner Schlager (Österreich) in Wien. Am Montag geht es Richtung Österreich. "Ich wickle in Düsseldorf jetzt alles ab. Das ist viel Arbeit. Alleine das Auto umzumelden ist Wahnsinn. Dabei ist mir aufgefallen, dass Deutschland bei Versicherungen ein preiswertes Land ist", meint Wagner.

Sechs Jahre lang stand der heute 38-Jährige in Borussias Diensten, davon vier Jahre als Cheftrainer. In diese Zeit fielen die Titel 46 bis 54. "Unterm Strich lief es schon optimal. Es gab zwar immer wieder kleine Störungen, wenn man mal einen Titel nicht geholt hat, den man haben wollte, aber Sport ist eben keine Wunschkonzert", erklärt Wagner. Obwohl der Trainer seine bisher erfolgreichste Arbeit in Düsseldorf ablieferte, kommt bei ihm keine Wehmut auf. "Ich muss lange nachdenken, bevor ich mit einem weinenden Auge scheide. Es ist doch nicht schlecht gelaufen, die Jungs haben gut gespielt, eigentlich sind alle zufrieden. Das ist doch kein Grund rumzuheulen", erläutert der gebürtige Greizer (Thüringen).

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In Österreich wird Wagner die Erfolge nicht sammeln, wie andere Leute Briefmarken. "Ich bin nicht mehr Vereinstrainer, ich habe andere Aufgaben. Ich mache Basisarbeit, bin im Hintergrund tätig. Wir werden mit dem anfangen, was in Österreich so rumläuft. Die Startgruppe wird aus den Spielern des Champions-League-Teilnehmers SSV Niederösterreich bestehen. Später sollen natürlich mehr Spitzenkräfte bei uns trainieren", erklärt der Trainer. In der Werner-Schlager-Academy wird von Talentsichtung über Talentförderung bis zum Hochleistungstraining mit internationalen Spitzenspielern die gesamte Palette des Tischtennis-Trainings angeboten. Und gerade für Spitzenspieler steigert der Name des Erfolgscoaches Wagner die Attraktivität des alpenländischen Trainingszentrums.

In der österreichischen Hauptstadt wird er die Borussia aus der Ferne beobachten und die Wege mit seinen Borussia-Schülern Timo Boll, Christian Süß und Seiya Kishikawa werden sich immer wieder kreuzen. "So groß ist die internationale Tischtennisfamilie auch nicht, dass man sich nicht immer wieder träfe", so Wagner.

(RP)