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Lokalsport: Vorbereitung auf Orenburg läuft

Lokalsport : Vorbereitung auf Orenburg läuft

Die Tischtennisspieler von Borussia haben ihre Visa für das Champions-League-Rückspiel schon.

Wenn eine Tür offen steht, kann einem gehörig Gegenwind ins Gesicht wehen. Das wissen auch die Tischtennisspieler der Borussia. Sie haben im Champions League-Finalhinspiel vor heimischem Publikum mit den 3:1 Erfolg über den TTC Fakel Gazproma Orenburg (Russland) eine Galavorstellung abgeliefert, doch nach eher kurzer und gar nicht heftiger Freude fokussierten sich alle Borussen bereits auf die kommenden Aufgaben. "Wir haben bereits in der Kabine verschiedene Aufstellungen durchexerziert, sie Orenburg im Rückspiel am 29. Mai aufbieten könnte. Wir wissen, dass wir nicht unschlagbar sind und in Russland noch mal eine exzellente Leistung zeigen müssen, um tatsächlich Champions League-Sieger zu werden", erläutert Borussia-Manager Andreas Preuß.

Organisatorisch laufen die Vorbereitungen für Borussias Russlandreisegruppe auf Hochtouren. Alexander Schilling war bereits beim russischen Generalkonsulat in Bonn und brachte die Einreisevisa mit. Das Hotel in Orenburg ist bereits gebucht. Auf eine Zimmerreservierung für den oberschenkelverletzten Sharat Kamal Achanta (Weltrangliste 32) wurde aber verzichtet. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es Kamals Heilungsprozess nur behindern könnte, wenn er mit nach Orenburg reist", erklärt Preuß. An einen Einsatz des Inders ist ohnehin noch längere Zeit nicht zu denken. "Der Ausfall von Kamal ist ein echter Ausfall. Er spielt punktgenau gut und wenn es besonders drauf ankommt, spielt er noch mal besser", so der Manager.

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Also stehen Chefcoach Danny Heister im 3686 Kilometer entfernten Orenburg erneut Timo Boll (7), Panagiotis Gionis (19) und Patrick Franziska (28) zur Verfügung. "Am liebsten würde ich die drei in eine Kühltruhe stecken, um ihre Form zu konservieren", scherzt der Manager. Besonders für Boll wäre das sinnvoll, denn der 34-Jährige bot beim Hinspielerfolg seine wohl beste Leistung im Borussia-Trikot und bezwang nacheinander die Nummer neun (Vladimir Samsonov) und sechs (Dimitrij Ovtcharov) der Welt. Dafür bringen ihm auch seine Teamkameraden Respekt und Bewunderung entgegen. "Timo merkt das. Er merkt aber auch, dass sich alle im Team den Hintern aufreißen, um erfolgreich zu sein. Auch, weil Panos, Patrick und Kamal noch keine großen Vereinstitel gewonnen haben. Alles sind heiß, ergänzen sich auf fantastische Weise. Wir sind ein echtes Team", meint Preuß.

Das lässt sich auch von den ersten psychologischen Spielchen aus Orenburg nicht aus der Konzentration bringen. "Dimitrij hat angekündigt, er wüsste jetzt gar nicht, ob er im Rückspiel antreten würde. Aber wir kennen ihn. Ihn wurmt es am meisten, verloren zu haben. Er baut eine Atmosphäre auf, als wenn wir jetzt Favorit wären", so Preuß.

(RP)