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TV Kalkum-Wittlaer: Interview mit dem sportlichen Leiter Holger Sturm

Für Fußball-Bezirksligist TV Kalkum-Wittlaer : „Ein Abstieg wäre tödlich“

Holger Sturm, der sportliche Leiter des TV Kalkum-Wittlaer spricht über den Wechsel im Traineramt. Der Verbleib in der Fußball-Bezirksliga ist für den Verein enorm wichtig.

Wenige Tage vor dem Beginn der Wintervorbereitung am 6. Januar hat Fußball-Bezirksligist TV Kalkum-Wittlaer einen neuen Trainer verpflichtet. Thorsten Ridder wird das Zepter künftig übernehmen und die Nachfolge von Michael Hecker antreten, der Anfang Dezember nach der 0:9-Niederlage beim SSV Berghausen freigestellt worden war. Mit Ridder, der von 2015 bis 2017 in der Jugendabteilung des VfB Homberg tätig war und zuvor die zweite Mannschaft der SpVgg Meiderich 06/95 trainiert hatte, arbeiten die Wittlaerer nun am Klassenerhalt. Holger Sturm, der sportliche Leiter des Klubs, hat die Verpflichtung des neuen Coachs kurz vor dem Jahreswechsel unter Dach und Fach gebracht und erklärt im Interview die Hintergründe.

Herr Sturm, wie groß ist die Erleichterung, einen neuen Coach gefunden zu haben?

Sturm Natürlich groß. Wir haben einige Gespräche mit verschiedenen Kandidaten geführt. Thorsten Ridder hat einen guten Eindruck hinterlassen. Er hat im Sommer seine B-Lizenz erworben. Jetzt muss er den Jungs den Spaß am Fußballspielen zurückbringen.

Was war der Grund dafür, dass Sie Michael Hecker zwei Spiele vor der Winterpause beurlaubt haben?

Sturm Die Erfolge sind ausgeblieben, und dann ist der Trainer eben das schwächste Glied in der Kette. Wir mussten einen neuen Impuls setzen.

Der Saisonstart lief mit drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen aus den ersten sechs Partien eigentlich verheißungsvoll. Was ist danach falsch gelaufen?

Sturm Wenn ich das wüsste. Vermutlich lag es an der Einstellung. Vom Potenzial her ist die Mannschaft eigentlich besser als in der vorherigen Saison. Die Motivation war allerdings nicht bei jedem hundertprozentig vorhanden.

Wurden in der Vergangenheit Fehler gemacht?

Sturm Fehler werden immer gemacht. Am Ende war das Gefüge zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr komplett intakt. Die Mannschaft hat sicherlich Fehler gemacht, der Trainer auch.

Thorsten Ridder kann nach der Winterpause den Neuanfang einleiten. Was muss geschehen, damit der TV Kalkum-Wittlaer den Klassenerhalt noch schafft?

Sturm Der Spaß muss zurückkehren, damit die Jungs die Leistung von Anfang der Saison abrufen. Denn die Qualität ist in jedem Fall vorhanden.

Sie haben eine sehr junge Mannschaft. Brauchen Sie vielleicht einfach nur ein wenig Erfahrung, ein, zwei ältere, gestandene Spieler – wie in der vergangenen Saison beispielsweise Markus Zimmermann?

Sturm Solche Spieler tun natürlich jedem Team gut. Aber die Mannschaft hat sich selbst in die aktuelle Lage gebracht, da muss sie jetzt auch selbst wieder raus. Nach aktuellem Stand ist es nicht vorgesehen, einen erfahrenen Akteur dazuzuholen. Wenn ein Spieler wie Markus sagen würde: „Ich helfe euch noch einmal aus“, würde ich das natürlich nicht ablehnen, aber das ist nicht geplant.

Der Verein hat sich in den vergangenen zwei Jahren wieder in der Bezirksliga etabliert. Wie folgenschwer wäre ein Abstieg?

Sturm Für uns wäre ein Abstieg tödlich. Es könnte sein, dass das Team danach auseinanderbricht und anschließend die Leute fehlen, alles wieder neu aufzubauen. Hoffen wir und arbeiten daran, dass es nicht so weit kommt.