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Tusas Volleyballer dominieren die Beach-Liga

Beachvolleyball : Tusas Volleyballer dominieren die Beach-Liga

Die Düsseldorfer haben sich nach den ersten beiden Turnierwochen an die Tabellenspitze der Beachliga gekämpft. Bei den Damen liegen Karla Borger/Svenja Müller in Führung. Bei den Herren grüßen Alexander Walkenhorst/Sven Winter von der Tabellenspitze.

Die Beachliga wird von Düsseldorfer Teams dominiert. Nach den ersten beiden Wochen des Beachvolleyball-Turniers der deutschen Top-Akteure im Schatten der Merkur-Spielarena sicherten sich vier Akteure der DJK TuSA 06 die „Herbstmeisterschaft“. Bei den Damen liegen Karla Borger/Svenja Müller in Führung. Bei den Herren grüßen Alexander Walkenhorst/Sven Winter von der Tabellenspitze. Noch bis einschließlich Freitag (3. Juli) spielen die acht Frauenteams ihre Rückrunde. Anschließend wollen Walkenhorst/Winter in der Woche vom 4, bis 10.Juli ihre Tabellenführung verteidigen, bevor es am Wochenende 11./12. Juli zum Final Four der jeweils vier besten Teams um den Premierentitel der Beachliga geht.

Die Bilanz der beiden männlichen TuSAner ist beeindruckend. Von den bisher gespielt 14 Matches gewannen sie 13 (26:4 Sätze) und führen die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Max Betzien/Dirk Westphal (beide Hauptstadtbeacher Berlin) an. Und doch sind die beiden Düsseldorfer nicht rundum zufrieden. „Mit der Ausbeute sind wir schon zufrieden. Hätte mir vorher einer gesagt, wir gewinnen 13 von 14 Spielen hätte ich das gekauft, erklärt Walkenhorst. „Aber wir setzen nicht das um, was wir trainiert haben, was wir uns vorgenommen haben.“ Doch ganz so negativ sieht die Gesamtbewertung der ersten Woche Beachliga der Herren dann doch nicht aus. „Positiv ist doch, dass wir sehr viele der ganz engen Sätze gewinnen. Wir sehen also auch das Positive“, so Winter augenzwinkernd.

Die Energieleistung der Herren, die sieben Tage am Stück jeweils zwei Matches am Tag bei Temperaturen, die auch jenseits der 30 Grad-Marke lagen, ist beeindruckend. „Mir machen die Bedingungen nichts aus. Je länger es dauert, desto besser habe ich mich gefühlt, während viele andere immer platter wurden“, meint Walkenhorst. Die Basis zur Siegesserie legte Abwehrspieler Winter. Er bekommt 80 Prozent der Bälle, die er erreichen kann, so unter Kontrolle, dass ein Angriff aufgebaut werden kann.Inzwischen sitzt 2,06-Meter-Mann Walkenhorst wieder am Kommentatoren-Mikrofon, trägt Wasserflaschen ans Feld, betreut Sponsoren, springt als Schiedsrichter ein und macht alles, damit die Beachliga läuft und allen in guter Erinnerung bleibt. Walkenhorst gehört zu den Initiatoren des in Coronazeiten entwickelten Turnierformats und ist auch als Organisator federführend an der Umsetzung beteiligt. Und doch hat er noch Muße, sich auch um die Ergebnisse des Frauenturniers seine Gedanken zu machen. „Karla und Svenja können das von oben runterverwalten. Sie können sich auch noch die ein oder andere Niederlage erlauben“, analysierte Walkenhorst, nachdem Borger/Müller zum Auftakt der Damen-Rückrunde ihre ersten drei Spieler gewonnen hatten.

Die Basis für den inzwischen auf vier Zähler angewachsenen Vorsprung auf Tabellenplatz zwei (Leonie Körtzinger/Sarah Schneider – Hamburg) legten Borger/Müller in der Hinrunde. „„Die Konkurrenz im Turnier ist saustark. Mit der ersten Turnierwoche haben wir uns aber eine optimale Ausgangssituation geschaffen, um in das Final Four einzuziehen. Dafür, dass Svenja und ich erst seit kurzen zusammenspielen, läuft die Abstimmung wirklich gut,“ so Borger. Dafür tut sie auch einiges außerhalb des Feldes. Borger (31 Jahre), Vize-Weltmeisterin 2012, Olympiateilnehmerin 2016 und Deutsche Meisterin 2014 und ‚19 lässt die erst 19-Jährige Müller an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Borger berät, motiviert, gibt Tipps und fordert. Müller hört aufmerksam zu und überzeugt spielerisch. Die 1,92 Meter große junge Angreiferin hat sich in Düsseldorf wegen ihrer Jugend und oft gnadenlosen Angriffsschläge den Spitznamen „Babyhammer“ verdient. Da dürfte den Gegnerinnen im Arena-Sand weiterhin meist das Nachsehen bleiben.

Coronabedingt sind bei der Beachliga auch in der Rückrunde keine Zuschauer zugelassen. Doch zuschauen kann man trotzdem. Im Internet (www.twitch.tv/diebeachliga) werden alle Spiele täglich live ab 12 Uhr kostenfrei gestreamt.