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Lokalsport: TuS Nord verliert das Halbfinal-Hinspiel gegen Herringen

Lokalsport : TuS Nord verliert das Halbfinal-Hinspiel gegen Herringen

Trainer Dirk Barnekow gab sich nach der Niederlage seiner Rollhockey-Spieler des TuS Nord im ersten Spiel des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft gegen Herringen kämpferisch: "Wir sind noch nicht ausgeschieden und versuchen es in einer Woche im Rückspiel noch einmal."

Aber auch er gab unumwunden zu, dass dieser 5:3-Sieg des Deutschen Meisters aus Hamm verdient war: "In den entscheidenden Szenen machte sich ihre größere Erfahrung, die sich die Herringer Spieler zum Beispiel in der Champions League geholt haben, entscheidend bemerkbar."

Den Unterschied zur jungen Düsseldorfer Mannschaft konnte man gut an zwei Spielern der von Hans-Werner Meier (Ex-Trainer der Unterrather) betreuten Herringer festmachen. Die Brüder Kevin und Lucas Karschau drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Während Kevin als Regisseur im Angriff und dominierender Mann in der Abwehr überall zu finden war, imponierte sein Bruder Lukas mit beeindruckender Kaltschnäutzigkeit beim Torabschluss: Drei der fünf Gästetore gingen auf sein Konto. Schon in der Hauptrunde der Bundesliga-Saison brachten es die beiden Karschaus auf über 60 Treffer.

Die erste Demonstration dieser Torjäger-Qualitäten erlebten die Zuschauer in der fast ausverkauften Rollsporthalle in Unterrath nach acht Minuten. Zwar hatte Daniel Kutscha das Führungstor durch Lukas Karschau noch in der gleichen Minute ausgeglichen, aber mit dem Wiederanstoß nutzte Karschau eine Abwehrschwäche. Sein Bruder Kevin war dann für den dritten Treffer zuständig (12.). Und wie es für einen richtigen Torjäger typisch ist, hatte er beim 4:1 auch noch das nötige Glück, als er einen Schuss unabsichtlich mit dem Fuß unhaltbar für TuS-Tormann Jan Kutscha zum 4:1-Halbzeitstand abfälschte.

Mitte der zweiten Hälfte warf Trainer Barnekow alles nach vorne, um das fast Unmögliche noch zu schaffen. Daniel Kutscha (39.) und Tobias Paczia (45./Strafschlag) brachten den TuS auf 3:4 heran. Aber im Stile eines Meisters konterte Herringen nur 60 Sekunden später durch Robin Schulz.

(RP)