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Turus Nachwuchs stürmt in die Niederrheinliga

Fußball : Turus Nachwuchs stürmt in die Niederrheinliga

Jan-Niklas Eickels, Sohn von Ex-Profi Conny Eickels, feiert sowohl mit der U15 als auch mit der U17 erstaunliche Erfolge. In der entscheidenden Phase zahlte sich aus, dass Eickels den Kern des U17-Teams schon seit fünf Jahren um sich schart.

Beim Fußball-Nachwuchs der Turu 80 lagen in den letzten Tagen Freud und Leid sehr nah beieinander. Während die U17 vor knapp zwei Wochen den Aufstieg in die Niederrheinliga perfekt machte, muss die U15 mit großer Wahrscheinlichkeit aus genau dieser Spielklasse wieder absteigen. Sportlich hatte sich die inzwischen von Anton Redlich trainierte C-Jugend eigentlich ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen Schwarz-Weiss Essen erspielt. Doch diese Chance wurde den Oberbilkern kurzerhand am „Grünen Tisch“ genommen. In der zuvor gespielten Qualifikationsgruppe hatte Turu 80 hinter Gruppensieger Cronenberg und vor der Essener SG Platz zwei belegt. Doch weil die ESG aufgrund eines gegnerischen Wechselfehlers erfolgreich gegen die 1:4-Niederlage gegen Cronenberg protestierte und die Partie nachträglich zu ihren Gunsten gewertet wurde, verdrängte sie die Turu noch auf den letzten Platz.

„Für die Jungs wäre es ganz, ganz bitter, wenn es dabei bleibt und sie auf diesem Weg wieder in die Leistungsklasse müssen“, sagt Jan-Niklas Eickels. Der gerade einmal 23 Jahre alte Jungtrainer ist der Vater hinter den jüngsten Erfolgen an der Feuerbachstraße. Der Sohn des ehemaligen Profis Conny Eickels führte zuerst die C-Jugend in der vorletzten Saison in die Niederrheinliga, ehe er in der vergangenen Spielzeit sogar in eine Doppelrolle schlüpfte. Neben der U15 coachte Eickels junior auch die U17, mit der er den Staffelsieg in der Leistungsklasse errang und somit den Grundstein für den nun geschafften Aufstieg legte. „Wir haben uns vor der letzten Saison den Aufstieg zum Ziel gesetzt. Dass das nun trotz dieser schweren Qualifikationsgruppe geklappt hat, ist toll“, schwärmt Eickels. Viele Außenstehende hatten der Turu in den Qualifikationsspielen gegen Hamborn 07, VfB Homberg und Bayer Wuppertal nur Außenseiterchancen eingeräumt. Doch in der entscheidenden Phase zahlte sich aus, dass Eickels den Kern des Teams schon seit fünf Jahren um sich schart. „Wir sind auf dem Platz eine richtige Familie. Da passt kein Blatt zwischen uns. Dieser Zusammenhalt und die Mentalität zeichnen uns aus“, erklärt der Coach sein Erfolgsgeheimnis. Sinnbildlich für den ausgeprägten Kampfgeist des Jahrgangs 2004 steht Kilian Laux. Der Kapitän wollte nach einem Kreuzbandriss schon aufhören mit dem Fußball. Doch Eickels überzeugte seinen Muster-Schützling von einem Comeback. Innerhalb weniger Monate erreichte Laux nun wieder sein altes Leistungsniveau und war einer der treibenden Kräfte auf dem Weg zum Aufstieg. „Für den Jungen freut es mich ganz besonders“, betont Eickels.

Kilian Laux will nun auch in der Niederrheinliga für Furore sorgen. Trotz Angebote anderer Vereine kann Jan-Niklas Eickels weiter auf seinen Leader bauen. Mit seinem Team setzt sich der Coach auch für die nun anstehende Saison ehrgeizige Ziele. „Wir wollen den direkten Klassenerhalt schaffen. Das Zeug dazu hat die Mannschaft.“