Lokalsport: Turu zeigt sich endlich stabiler

Lokalsport: Turu zeigt sich endlich stabiler

Das 0:0 gegen besser besetzte Velberter macht dem Fußball-Oberligisten Mut.

Noch-Präsident Heinz Schneider war extra aus einem Spanien-Aufenthalt zu einem Kurzbesuch nach Oberbilk gekommen. Er wollte sich vor dem Oberliga-Fußballspiel der Turu gegen die SSVg Velbert (0:0) vor die Mannschaft stellen und ihr klar machen, was er von ihr erwartet. Das war vorrangig der Wunsch, endlich Punkte zu holen, um auf die bedrohlich nahe gerückte Abstiegszone der Oberliga mehr Abstand zu schaffen.

Konkret hatte er nach dem Debakel im jüngsten Heimspiel gegen den VfR Krefeld-Fischeln gefordert, dass die Abwehrleistung der Oberbiker endlich wieder stimme. "Wir haben viel zu viele Gegentore bekommen", sagte auch Trainer Samir Sisic. "Ich habe jetzt mit Turu acht Spiele in der Oberliga erlebt und gelernt, dass man in der Liga mit defensiv ausgerichtetem Fußball mehr erreicht." Das war am Freitagabend gegen Velbert wegen der fast völlig fehlenden Torraumszenen für manchen Zuschauer fast schon langweilig anzusehen, da den Gästen nicht viel einfiel, um dieses Bollwerk um den wieder in die Innenverteidigung gerückten Anan Hotic groß in Verlegenheit zu bringen.

Ex-Profi Edgar Evenkamp sah das allerdings positiv: "Turu zeigt sich taktisch sehr klug", meinte er. "Diese Spielweise ist in der momentanen Situation des Klubs genau richtig." Im Laufe der zweiten Halbzeit wurde dann der unbedingte Wille der Turu-Spieler immer deutlicher, zumindest einen Punkt gegen die wesentlich prominenter besetzten Gäste zu holen.

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Durch den vorbildlichen kämpferischen Einsatz ihres Teams kam bei den Turu-Fans im Stadion an der Feuerbachstraße endlich auch wieder Stimmung auf. "Wir haben eine ordentliche Leistung abgeliefert, die uns für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen geben wird", sagte dann auch Sportdirektor Ilja Ludenberg, und Trainer Sisic stimmte ihm vorbehaltlos zu.

Dass diese ordentliche Leistung gegen am Schluss harmlose Velberter vielleicht sogar einen Sieg hätte bringen können, blieb von beiden unwidersprochen. Dagegen sprach jedoch wieder einmal das alte Leid der Turu in dieser Spielzeit - ihre Sturmschwäche. "Wir haben halt im Moment keine Mannschaft, die drei oder vier Tore in einem Spiel schießen kann", gab Trainer Sisic zu und fügte an: "Mit einem 1:0 gibt es aber auch drei Punkte." Das dazu nötige eine Tor wollte gegen die Niederbergischen aber auch in der guten Schlussphase der Gastgeber nicht gelingen.

(mjo)