Amateurfußball: Turu vom Wind und Monheim bezwungen

Amateurfußball: Turu vom Wind und Monheim bezwungen

Der Fußball-Oberligist unterliegt mit 1:2. Die Partie des SC West in Homberg wird wegen der Böen abgebrochen.

Auch in Oberbilk an der Feuerbachstraße stellte sich die Frage, ob die Begegnung zwischen Turu und dem FC Monheim bei den stürmischen Windböen, die häufig die Aktionen der Spieler beider Mannschaften zu einem Lotteriespiel machten, überhaupt hätte stattfinden sollen. Schiedsrichter Okan Uyma entschied jedenfalls auf Anpfiff und sah, dass der Sturm am Ausgang dieser Partie beteiligt war. Den Gästen aus Monheim half er bei zwei Treffern innerhalb von sechs Minuten zur 2:0-Führung entscheidend mit. Turu konnte zwar noch kurz vor dem Abpfiff auf 1:2 herankommen, doch zu mehr reichte es nicht.

In der ersten Halbzeit offenbarte sich schon, dass die Akteure beider Teams fast mehr Schwierigkeiten mit dem Wind als mit ihren Gegnern hatten. Um Fehler zu vermeiden, agierte man weitgehend vorsichtig, so dass nur jeweils eine Torchance auf jeder Seite herauskam. Bei Turu wurde der vor dem Gästetor freistehende Toni Munoz nach Zuspiel von Taoufic Naciri wegen Abseits zurückgepfiffen. Glück dann für die Platzherren, dass dem einschussbereiten Ufumwen Osawe in letzter Sekunde der Ball versprang.

Die Vorentscheidung fiel unmittelbar nach der Halbzeit. Noah Salau überlief auf der rechten Angriffsseite seinen Gegenspieler Tim Galleski und flankte vor das Turu-Tor. Vom Wind gedreht ging der Ball über Schlussmann Bjoern Nowicki gegen die Querlatte und sprang von da zu Denis Labusga, der zum 0:1 einköpfte. Fünf Minuten später stand es dann schon 0:2. Einen Freistoß aus 20 Metern schoss Tim Kosmala flach und hart auf das Tor der Turu. Nowicki konnte den vom Wind beeinflussten Ball nur abklatschen lassen. Dieses Mal stand Ex-Turukapitän Philip Lehnert richtig, um den Abpraller ins leere Tor zu setzen.

Zwei Minuten später war es nicht der Wind, der gegen Turu war, sondern Schiedsrichter Uyma. Er zeigte Jacob Przybylko nach einer Abwehraktion, bei der er nicht den Ball, sondern den Monheimer Osawe traf die Rote Karte. „Danach haben wir in Unterzahl richtig gut gespielt“, urteilte Turus Trainer Samir Sisic nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber Dennis Ruess beschrieb es so: „Turus Spieler haben daraufhin häufig einen Schritt mehr gemacht als meine.“ Eine große Torchance gab es noch für die Monheimer, vom schnellen Labusga über links eingeleitet, doch die Gäste bekamen den Ball nicht über die Torlinie.

Turu-Trainer Sisic wechselte Adnan Hotic ein und beorderte ihn ins Angriffszentrum. Das sollte sich in der 85. Minute bezahlt machen, denn ein maßgerechtes Zuspiel zu Munoz in den Strafraum verwandelte dieser mit einem Schlenzer ins lange Eck zum Anschlusstreffer.

Für das Spiel beim Spitzenreiter VfB Homberg wollte der Fußball-Oberligist SC West den Rückenwind aus dem 2:0-Erfolg über Union Nettetal mitnehmen. Stattdessen bereiteten aber die kontinuierlichen Orkanböen der Austragung arge Probleme, sodass die Begegnung sogar vorzeitig abgebrochen werden musste. Nach etwa neun Minuten wurde die Partie zunächst kurz unterbrochen, aber auch der zweite Versuch erschien zwecklos. „Die Regel besagt, dass man eine halbe Stunde abwarten muss. Die Verhältnisse waren aber so problematisch, dass es nicht weitergehen konnte. Es gab keine Chance auf einen ruhenden Ball, weder beim Freistoß, noch bei einer Ecke. Insofern war es die einzig richtige Entscheidung“, konstatierte SCW-Trainer Ranisav Jovanovic.

In der knappen halben Stunde Spielzeit kamen beide Teams zu jeweils einer echten Großchance. Während Dennis Ordelheide (SCW) seinen Schuss zu zentral platzierte, fehlte bei einem gefährlichen Volley von Homberger Seite ebenfalls das nötige Zielwasser. 0:0 stand es zum Zeitpunkt des Abpfiffs und ebenso wird für die Neuansetzung alles auf Null gestellt. „Ich vermute, dass das Spiel an Ostern nachgeholt wird“, erklärte Jovanovic, der auf dem Rückweg manchem Ast auf der Fahrbahn ausweichen musste.

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