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Turu verliert in letzter Minute gegen Schonnebeck

Fußball : Turu verliert in letzter Minute gegen Schonnebeck

(mjo) Es soll einfach nicht sein! Für Turu ist gegen die SpVg Schonnebeck einfach nichts zu holen. Die 1:2-Niederlage war bereits die achte in Folge gegen die Essener. Sie war mit Sicherheit eine der bittersten Pleiten für die Oberbilker – denn die Entscheidung fiel erst in der 93. Minute durch einen höchst umstrittenen Handelfmeter.

Doch nicht nur dieser Pfiff von Schiedsrichter Robin Schuffelen sorgte für Unmut bei den Düsseldorfern. Die hatten nach zwei guten Szenen der Platzherren in der Anfangsphase die Begegnung in der ersten Halbzeit im Griff. Eine Fülle von Torchancen für die Turu resultierte daraus zwar nicht, aber zwei Gelegenheiten reichten, um verdient mit 1:0 in Führung zu gehen. Beide Male war es Muhammet Ucar, der dabei im Mittelpunkt stand. Erst ging der Ball bei einem Eckball von ihm an den Pfosten des Teams von Trainer Dirk Tönnies (24.). Zehn Minuten später glückte dem aus Baumberg gekommenen Spieler ein noch spektakulärer Kunstschuss. Aus fast 30 Meter setzte er den Ball über den machtlosen Schonnebecker Schlussmann Philipp Sprenger zum 1:0 ins Netz.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber etwas druckvoller, ohne allerdings die Turu zu sehr in Bedrängnis zu bringen. Dafür musste schon ein Entscheidung des Schiedsrichters herhalten, der Turu-Spieler Tolga Erginer mit Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels vom Platz stellte. „Hart, aber vertretbar“, meinte Turu-Spieler Tim Galleski, „aber dann hätte er diese Linie auch bei unsauberen Spiel der Essener beibehalten müssen.“

Turu stellte Galleski nach hinten rechts, und zog dafür Vendran Beric nach rechts in die Abwehr zurück. Das konnte den Ausgleich der Schonnebecker sieben Minuten später nicht verhindern. Nach einem Eckball konnte Kapitän Markus Reitz zu kurz mit einem Kopfball klären. Der eingewechselte Arian Reimann verwandelte den Nachschuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Erst schien es, als seien beide Teams mit der Punkteteilung zufrieden. Dann kamen die dramatischen Momente in der Nachspielzeit. Zuerst wurde Turus Michael Nimoh im gegnerischen Strafraum zwar hart, aber wie der Unparteiische meinte, regelkonform vom Ball getrennt. Schuffeln ahndete auf der Gegenseite ein Handspiel von Galleski und gab einen Elfmeter. Es passte zu Turus gebrauchtem Tag, dass Torhüter Maksimilijan Milovanovic mit der Hand am Ball war, er aber das 1:2 nicht verhindern konnte.