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Turu trifft in der Nachspielzeit doppelt

Fußball : Turu trifft in der Nachspielzeit doppelt

Durch zwei Treffer in der Nachspielzeit erreicht Fußball-Oberligist Turu 80 ein nicht mehr für möglich gehaltenes 3:3 gegen Spitzenreiter Schonnebeck. Der SC West verliert mit 1:5.

Turu 80 - Schonnebeck 3:3. Als Turu in der Partie gegen Niederwenigern in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen musste, meinte Trainer Francisco Carrasco hinterher: „Meine Spieler müssen lernen, dass eine Partie erst dann vorbei ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift“. Die gleiche Erfahrung musste jetzt Tabellenführer Spvg Schonnebeck machen, als er zu Gast in Oberbilk war. Bis zur 90. Minute lag das Team von Trainer Dik tönnis mit 3:1 vorne und schien den vierten Sieg im vierten Saisonspiel sicher zu haben. Dann aber schlug Turu zu: Abwehrspieler Lukas Reitz (90.) und der nach Verletzung erstmals wieder eigesetzte Sahin Ayas (90+4) sorgten für den alles in allem verdienten 3:3-Ausgleich.

In der ersten Halbzeit war bereits kein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften festzustellen gewesen. Die Besucher erlebten eine weitgehend ausgeglichene Partie ohne große Torchancen. Auch die 1:0-Führung der Gäste kam eher unglücklich zustande. Ein bis vor das Turu-Tor gezogener Einwurf des besten Schonnebeckers Patrick Dertwinkel, früher bei Turu unter Vertrag, verlängerte der Düsseldorfer Tim Klefisch unglücklich zum 0:1 ins eigene Tor.

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In Halbzeit zwei nahm das Spiel Fahrt auf. Turus Kapitän Saban Ferati glückte zunächst ein schöner Treffer zum 1:1 (53.). Nur drei Minuten später erzielte Marvin Stadtrucker mit seinem bereits fünften Saisontor das 2:1 für die Gäste. Als Kevin Barra in der 70. Minute sogar das 3:1 glückte, schien Turus zweite Niederlage besiegelt. Aber da machten die Essener die Rechnung ohne die Turu, die nach neun Niederlagen in Folge gegen Schonnebeck zum ersten Mal einen Teilerfolg feiern konnte.

ETB SW Essen – SC West 1:5. Die Linksrheinischen mussten in der Oberliga den nächsten Rückschlag einstecken. Beim zweiten Auswärtsspiel der Saison setzte es gegen Schwarz-Weiß  eine deutliche Abfuhr. Dabei war das Ergebnis allerdings klarer, als es das Spiel tatsächlich war. Drei der fünf Gegentore fielen nach der 70. Minute, als West wegen einer Roten Karte nur noch mit zehn Mann auf dem Platz standen. „Ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Sie hat ein gutes Spiel gemacht und das Spiel lange offen gestaltet. Ich hätte mich gerne über 90 Minuten im Elf-gegen-elf mit Essen gemessen“, sagte Trainer Marcel Bastians.

Zur Halbzeit sahen die Zuschauer in Essen ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber erst in Führung gingen (17.) und die Gäste durch Torgarant Marco Lüttgen nach Vorarbeit von Martin Wagner ausglichen (24.). Nach der Pause waren es dann zwei Schlüsselszenen, die das Spiel letztlich entschieden. In der 60. Minute gingen die Gegner durch einen strittigen Foulelfmeter in Führung. „Selbst der gegnerische Trainer hat mir gesagt, dass es für ihn ein normaler Zweikampf war“, ärgerte sich Bastians. Zehn Minuten später sah West-Spieler Jan Corsten für ein Foul die Gelbe Karte. Der Verteidiger beschwerte sich danach bei seinem Kapitän und wurde dann vom Schiedsrichter mit der Ampelkarte vom Platz gestellt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Jan da etwas Böses gesagt hat“, sagte Bastians. „Da wird dann irgendwas hineininterpretiert. Ich wünsche mir in so einem Spiel einfach ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl von den Schiedsrichtern“. In Unterzahl konnte sich der SC West dann nicht mehr gegen die Niederlage wehren.

Zu allem Überfluss haben die Linksrheinischen auch noch zwei verletzte Spieler zu beklagen: Nozomu Nonaka musste bereits früh mit Verdacht auf einen Muskelfaseriss ausgewechselt werden. Torwart Bernhard Kemper musste nach 20 Minuten nach einem Zusammenprall mit Kreislaufproblemen runter.