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Fußball: Turu büßt im Derby 2:0-Vorsprung ein

Fußball : Turu büßt im Derby 2:0-Vorsprung ein

Emrah Cavdar glich den Hildener Rückstand mit einem Doppelpack zum Unentschieden aus.

Nach 20 Minuten sah Turu im Nachbarschaftsderby der Fußball-Oberliga gegen den VfB Hilden mit einer 2:0-Führung im Rücken wie der kommende Sieger aus. Am Ende aber stand es 2:2, und der Neuling freute sich zu Recht über den verdienten Punktgewinn. Das Unentschieden wurde sowohl von Turu-Trainer Frank Zilles als auch von seinem Gegenüber Antonio Molina als weitgehend gerecht empfunden.

Die Oberbilker hatten in den ersten 25 Minuten wie auch in den jüngsten beiden Spielen guten Offensivfußball gezeigt. Auffälligster Angreifer der Hausherren war bis dahin Gianluca De Meo. Der Stürmer, der in der Jugend in Hilden gespielt hat, scheiterte in der achten Minute noch mit einem Distanzschuss am Pfosten. Zehn Minuten später jubelte er dann doch als Torschütze des 1:0. Nikola Aleksic hatte auf der linken Angriffsseite den Ball erobert und diesen in den Strafraum weitergeleitet. Die Abwehr bekam den Ball nicht weg, und De Meo traf aus elf Metern ins linke Eck. Beim 2:0 fünf Minuten später kam von De Meo der Ball zu Benjamin Schütz, der den in der Spielfeldmitte lauernden Aleksic genau anspielte. Der hatte keine Mühe, den zweiten Turu-Treffer zu erzielen.

Wenige Minuten später war es wieder einmal, wie so oft in den vergangenen Wochen, die rechte Abwehrseite der Hausherren, die patzte. Emrah Cavdar, früher in der Jugend der Turu, bedankte sich für den Freiraum und stellte mit einem Schuss aus 16 Metern ins linke Eck das Ergebnis auf 2:1.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel erwies sich erneut die gleiche Seite der Turu als anfällig für Gegentore. De Meo verlor dort den Ball, Philip Lehnert kam zu spät und Stefan Schaumburg hatte freie Bahn. Sein genauer Pass fand wiederum Cavdar als Torschützen — dieses Mal zum 2:2. Danach mühte sich Turu zwar, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen, aber der große Schwung aus der Startphase der Partie war weg. De Meo und Engin Cicem hatten noch zwei Torchancen, trafen aber nicht ins Tor. Hildens beste Möglichkeit, sogar zum Siegtor zu kommen, vereitelte Turu-Torhüter Jonas Agen bei einem Fernschuss von Schaumburg.

Als der VfB nach zwei Platzverweisen (73. Gelb-Rot für Fabian zur Linden, 83. Rot für Schaumburg) in Unterzahl geriet, waren die Turu-Spieler zu hektisch in ihren Aktionen, um noch den Sieg herausschießen zu können.

(cj)