Amateurfußball: Turu bleibt ihrer Auswärtsschwäche treu

Amateurfußball : Turu bleibt ihrer Auswärtsschwäche treu

Das 1:3 beim FC Kray war bereits die vierte Niederlage im fünften Spiel in der Fremde für den Fußball-Oberligisten.

Fußball-Oberligist Turu gibt bislang in dieser Saison Rätsel auf. Zuletzt wirklich gute Leistungen in den Heimspielen, die vier Siege einbrachten, wechseln sich mit mäßigen und erfolglosen Auftritten auf fremden Plätzen ab. Die gestrige 1:3-Niederlage beim FC Kray war bereits die vierte Niederlage in der fünften Auswärtspartie. Und auch dieses Mal ließen die Akteure um Kapitän Saban Ferati fast alle Tugenden vermissen, die sie auf heimischen Gelände zeigen.

So fehlte in der ersten Halbzeit das erfolgreiche schnelle Spiel in die Tiefe beinahe völlig. Die rechte Angriffsseite mit Tim Galleski und Vedran Beric fand kaum statt. Auch über links tat sich weniger, als in den Heimspielen immer wieder zu sehen war. In der Angriffsmitte fand der zuletzt so gut auftrumpfende Sahin Ayas keine Bindung zum Spiel, hatte aber auch aus dem Mittelfeld der Turu viel zu wenig Unterstützung.

„Wir haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen“, beschrieb Trainer Francisco Carrasco das Verhalten seiner Abwehr, die seiner Meinung nach auch viel zu weit von den Gegenspielern entfernt stand und so immer wieder Zweikämpfe verlor. Eine solche Situation konnte der Krayer Kevin Barra bereits in der achten Minute zum Führungstreffer ausnutzen. Die Düsseldorfer spekulierten da auf einen Abseitspfiff. „Ich glaube nicht, dass das eine Abseitsstellung war“, meinte Carrasco.

Auf eine Besserung im Spiel der Turu konnte man nach einer Viertelstunde hoffen. Bei einer der wenigen gelungenen Offensivaktionen passte Ferati von links in den Strafraum. Der Schussversuch von Toni Munoz wurde von einem Krayer Akteur mit der Hand aufgehalten, und es gab einen Elfmeter. Innenverteidiger Daniel Rey Alonso verwandelte auch seinen vierten Strafstoß in dieser Spielzeit und bringt es damit bereits auf sieben Tore.

Zwei Minuten später waren die Hoffnungen der Turu auf einen Punktgewinn aber schon wieder geringer geworden. Kein Spieler hinderte Barra an seinem 20-Meter-Schuss aus zentraler Position und seinem zweiten Tor an dem Tag. Ähnlich fiel dann das 3:1 in der 30. Minute. Einziger Unterschied: Der Krayer Torschütze Ilias Elouriachi traf von halbrechts ins Tor.

Die zweite Halbzeit verlief ereignisarm, sieht man von der Verletzung von Lukas Reitz und den Gelb-Roten Karten für Philipp Schmidt (Kray) und Anil Ozan (Turu) ab.