Trotz Niederlagen am Wochenende ART-Volleyballer spielen nicht wie ein Absteiger

Düsseldorf · Raus dem Bezirkspokal und eine klare Pleite gegen den Spitzenreiter: Eigentlich müsste bei den Volleyballern des ART Düsseldorf Katerstimmung herrschen, doch weit gefehlt. Warum Trainer und Spieler dennoch zufrieden mit dem Auftreten ihres Teams waren.

 ART-Trainer Kristian Becker (r.) gibt seinen Spielern Anweisungen. (Archivfoto)

ART-Trainer Kristian Becker (r.) gibt seinen Spielern Anweisungen. (Archivfoto)

Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

Aus diesen Niederlagen können die Volleyballer des ART Düsseldorf Kraft ziehen: Zwar verloren sie mit 0:3 (14:25, 20:25, 22:25) beim einsamen Spitzenreiter Kevelaerer SV und fielen in der Oberliga erstmals auf einen Abstiegsplatz, doch sie zeigten insgesamt eine sehr gute Leistung. Auch am nächsten Tag folgte im Viertelfinale des Bezirkspokals gegen den Stadtrivalen Eintracht Spontent eine Niederlage (2:3), doch auch in diesem dramatischen Duell präsentierte sie der ART nicht als Abstiegskandidat. Und so jubelte Routinier Andre Mayer nach den Spielen trotz der beiden Pleiten: „Was war das für ein geiles Volleyball-Wochenende! Wir haben wie in einem Rausch gespielt.“

Tatsächlich stimmte die Leistung der Füchse, das bestätigten auch die Gegner – nur die Ergebnisse waren eben nicht wie erhofft. Das größte Lob kam vom Stadtrivalen Eintracht Spontent, der als Verbandsliga-Spitzenreiter auf dem besten Weg in jene Klasse ist, in der sich der ART gerade noch befindet. Spontent-Macher Alex Walkenhorst bekannte: „Der ART hat toll gekämpft. Ich hoffe, er bleibt in der Oberliga. Dann können wir nächste Saison die Stadtmeisterschaft in Hin- und Rückspiel austragen.“ Ob der Klassenerhalt gelingt, wird in den beiden nächsten Spielen entschieden. Für die Füchse wird es sehr eng: Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer.

Am Tag nach der Pleite in Kevelaer feierte der ART im Bezirkspokal-Achtelfinale einen 3:0 (25:12, 25:16, 25:8)-Erfolg gegen den Landesligisten TuS Waldniel. Im Viertelfinale folgte dann wenig später das 2:3 gegen Eintracht Spontent, die sich im Viertelfinale 3:1 (25:23, 23:25, 25:11, 25:12) gegen den TV Mülfort-Bell durchgesetzt hatte.

Spontent war weit davon entfernt, die Partie gegen den ART wie angekündigt mit 3:0 zu gewinnen. Im Gegenteil: Die Füchse hatten fünf Matchbälle. Andrej Sichwart von den Füchsen meinte: „Es war unglaublich spannend. Wir haben alles gegeben und sind zufrieden mit unserer Leistung, auch wenn wir verloren haben.“ Der ART führte nach Sätzen mit 2:1, gab den vierten jedoch in der Verlängerung ab. Trainer Kristian Becker meinte: „Es macht mich stolz und glücklich, dass sich das Team selber auf dem Feld bestätigt und gegen teils ehemalige Erst- und Zweitliga- und Jugendnationalspieler so einen Kampfgeist und so starken Volleyball zeigt.“ Für Libero Jens war es indes „eines der besten Spiele in meiner Volleyball-Karriere. Gar nicht mal auf mich bezogen, sondern auf die gesamte Teamleistung. Selten so in einen Rausch gespielt“.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort