Triathlon-Team aus Düsseldorf will durchstarten

Sport in Düsseldorf : Düsseldorfer Triathlon-Team will durchstarten

Der Verein hat Anfang des Jahres den Sportbetrieb aufgenommen, im April haben die Athleten an den ersten Wettkämpfen teilgenommen. Nächstes Jahr wollen sie gerne eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen.

Den Marathon in Düsseldorf gibt es bereits seit 17 Jahren. Erstmals aber stand jetzt das Triathlon Team Düsseldorf (TTD) in den Ergebnislisten. Logisch, hat sich das TTD doch erst im vergangenen September als eigenständiger Verein gegründet.

In der Marathon-Staffelwertung sind drei TTD-Teams aufgelistet. Michael Ochmann, Jean Dyckmans, Michiel van Bellen und Ingmar Klusmann kamen auf Platz vier unter den 2321 Staffeln, die das Ziel erreichten. Damit setzte der neu gegründete Verein eine erste Duftmarke in der Sportszene der Landeshauptstadt. Rund um Düsseldorf sorgte das TTD hingegen bereits Mitte April für Furore. Mit Ruben Zepuntke gewann ein TTD-Mann den Duathlon (10 km Laufen, 44 km Radfahren, 5 km Laufen) in Mettmann. Nach 1:57:31 Stunden kam er mit gut neun Minuten Vorsprung als Erster ins Ziel. „Wir möchten demnächst auch gerne eine eigene Mehrfachsport-Veranstaltung organisieren und uns so auch in der Sportstadt Düsseldorf einbringen. Das gehen wir für das Jahr 2020 an“, verrät TTD-Vorsitzender Holger Osesek. Obwohl das TTD erst Anfang des Jahres den Sportbetrieb aufgenommen und die ersten Wettkämpfe im April bestritten hat, gehören schon jetzt bei fast jedem Wettkampf TTD-Athleten zum Favoritenkreis, unter anderem Zepuntke und der amtierende deutsche Altersklasse 45-Meister Alexander Jasch. Zepuntke ist ehemaliger Radsportprofi und stieg 2018 ins Triathlon-Geschehen ein. „Nach meiner Ellenbogenverletzung war meine Radsportkarriere am Ende. Da bin ich in ein tiefes mentales Loch gefallen. Triathlon hat mich wieder herausgezogen“, verrät Zepuntke. Weil das TTD als neuer Verein in der Ligastruktur ganz unten anfangen muss und Zepuntke dafür viel zu gut ist, tritt der gebürtige Düsseldorfer in der Triathlon-Bundesliga für Köln an. „Meine Vision ist aber, demnächst im Düsseldorfer Trikot an der Startlinie des T3-Triathlons im Düsseldorfer Hafen zu stehen“, gesteht Zepuntke. Ihm trauen Experten auch zu, in ein paar Jahren beim legendären Ironman-Triathlon auf Hawaii ganz oben zu stehen.

Jasch hingegen kommt der Neuanfang in der Landesliga entgegen. „Ich bin jetzt 48, da bin ich nicht sonderlich traurig, mich nicht mehr mit den viel jüngeren und ganz ehrgeizigen Triathleten messen zu müssen. In der Landesliga geht es gemütlicher zu“, meint Jasch. Und doch hat der Mann, der Deutschland bereits bei Europa- und Weltmeisterschaften repräsentierte, selbst ehrgeizige Ziele. „Jetzt im Mai ist die deutsche Mitteldistanz-Meisterschaft in Heilbronn. Mal schauen was da geht“, so Jasch.

Um erfolgreich zu sein, muss in drei Sportarten trainiert werden. Laufen und Radfahren ist nicht an besondere äußere Rahmenbedingungen gebunden, aber das Schwimmtraining geht in Düsseldorf nur in den Bädern. „Als wir angefangen haben, gab es zunächst keine Trainingszeiten für uns in den Bädern. Inzwischen haben wir aber fünfmal in der Woche Termine im Rheinbad“, erläutert Osesek.

Ohnehin ging die Neugründung des TTD nicht ganz ohne Nebengeräusche ab, denn das TTD gründete sich als Abspaltung der Triathlon-Abteilung der Freien Schwimmer. „Wir haben bei den Freien Schwimmern keine Weiterentwicklung für unsere Sportart gesehen, deswegen haben wir uns selbstständig gemacht, mit dem Ziel, die Triathlon-Kräfte in Düsseldorf zu bündeln“, erläutert Osesek. „Wir wollen Jugend- und Breitensport und auch Leistungssport mit dem Fernziel zweite und erste Bundesliga betreiben.“ Klar ist schon jetzt, dass viel frischer Wind in die Düsseldorfer Triathlon-Szene gekommen ist.

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