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Lokalsport: Traditionslauf mit Weckmann

Lokalsport : Traditionslauf mit Weckmann

Die herbstliche Gebäckfigur ist seit der Martinslauf-Premiere 1978 die Belohnung für jeden Teilnehmer. Am Sonntag richtet der SFD den Lauf zum 40. Mal aus - und längst sind auch Spitzensportler dabei.

Am Sonntag feiert der Martinslauf des SFD 75 Süd Jubiläum. Bereits zum 40. Mal findet das familiäre Volkssportfest statt: Am 12. November 1978 wurde es ins Leben gerufen und stellt seither für viele Volksläufer das Abschlussrennen im Kalenderjahr dar. Bei der Erstauflage gab es als Gewinnpreis eine Wandkachel mit Sankt Martin als Motiv, außerdem erhielten die 1292 Teilnehmer im Zielbereich der Strecke rund um den Hasseler Forst einen ofenfrischen Weckmann als Belohnung.

Laut Organisationschef Klaus Bauer ist die Gebäckfigur noch heute eines von drei Erkennungszeichen, die in der langen Veranstaltungsgeschichte unverändert geblieben sind: "Neben dem Weckmann gehören noch der warme Tee und Sankt Martin dazu", berichtet Bauer. Der Mann mit Mantel und Ross birgt dabei seine ganz eigene Tradition. Nach seinem Vater hat sich Herbert Reuter auf das Pferd geschwungen und mimt beim Jubiläum nun zum 34. Mal den großmütigen Bischof.

Doch was in einem überschaubarem Rahmen begann, gehört mittlerweile zu einem der größten Volksläufe Düsseldorfs. 2007 starteten erstmals über 2000 Teilnehmer - zu dieser Zeit übernahm Strecken-Stammgast Bauer die Verantwortung, der sich allerdings als Teil eines gut funktionierenden Teams betrachtet. Ein Meilenstein war dann die elektronische Erfassung von Anmeldungen und Zeiten vor rund zehn Jahren; seitdem gibt es offizielle Streckenrekorde (siehe Info). Den zweiten Fortschritt habe es mit der Ortsverlagerung zum Unterbacher See 2013 gegeben, erklärt Bauer: "Insgesamt ist das Herz der Veranstaltung in 40 Jahren aber unverändert geblieben."

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Seit dem Umzug erfreuen sich Bauer und sein Team über kontinuierliche Teilnehmerrekorde. Mittlerweile wurde sogar die 3000er-Grenze überschritten. Der aktuelle Bestwert liegt bei 3191 Startern, für Sonntag sind die Anmeldungen fast ausgelastet und nur noch Plätze bei den Kinder- und Jugendläufen sowie einzelne im Halbmarathon verfügbar. "Wir haben alle möglichen Optionen überlegt, aber die Parkplatzsituation und der sportliche Aspekt lassen kein weiteres Wachstum mehr zu", sagt Bauer. "Wir können aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 1200 Läufer pro Rennen auf die Strecke lassen. Räumlich und örtlich gibt es also keine Alternative."

Mit dem idyllischen Herbstpanorama am Unterbacher See hat der Martinslauf also seine feste Bleibe gefunden. Eine solche Atmosphäre lässt auch die ambitionierten Läufer aufhorchen: So schickt der frühere Rhein-Marathoni und Schalke-04-Trainer André Pollmächer seine Garde mit Streckenrekordinhaber Toni Riediger an den Start. Aus lokaler Sicht möchte der Schotte Nikki Johnstone (ART) einen gelungenen Saisonausklang feiern.

Als Andenken gab es für die Teilnehmer bei der Anmeldung ein Sonder-T-Shirt mit einem Martins-Aufdruck zu erwerben. Ansonsten werden die bleibenden Erinnerungen auf der Strecke gesammelt. "Bei meinem ersten Martinslauf habe ich meine Bestzeit über zehn Kilometer aufgestellt", erinnert sich Bauer. "Da wir vor Ort über keine Infrastruktur verfügen, müssen wir die Stromversorgung über den Campingplatz herstellen und die Kabel selbst verlegen. Dass alles so gut geklappt hat, war beeindruckend." Vielleicht werden am Sonntag wieder Starter ihre Premiere feiern und eines Tages ebenso begeistert auf ihr Debüt zurückblicken.

(RP)