Fußball: Tor erschlägt Hund - Hobbyliga ruht

Fußball: Tor erschlägt Hund - Hobbyliga ruht

Frieder Feldmann ist 42 Jahre alt. Seit 1982 kickt der Pressesprecher der DEG bei den Kittelbach Steamers in der Lohausenliga mit, einer traditionsreichen Fußball-Hobbyliga im Düsseldorfer Norden. Und doch ist er "der Neue".

Seit 1979 läuft der Spielbetrieb. Und da Feldmann erst drei Jahre später ein Steamer geworden ist, gehört er eben nicht zu den Urgesteinen. So wird auf der Engländerwiese am Aquazoo seit fast 30 Jahren gespielt. Doch aktuell ruht der Ball. Die zusammensteckbaren Tore werden nicht mehr aufgebaut. Denn eben diese Stahlrohre sorgten für eine Tragödie: Sie erschlugen Elmar.

Elmar war ein kleiner Mischlingshund. So süß, dass ihn die Nachbarskinder in Stockum zum Spielen im Nordpark ausliehen. Dort standen die Tore. Aufgebaut. Ein Umstand, der eigentlich nicht sein darf, wie Feldmann sagt: "Jede Mannschaft baut die Tore nach ihren Spielen wieder ab, sie werden weggeschlossen." Doch die Kiste mit den Toren wird immer wieder aufgebrochen. So auch dieses Mal. Die Kinder banden den Hund an einen Torpfosten, spielten weiter.

Elmar zerrte an seiner Leine, wollte mitspielen. Und riss das schwere Tor um. Die Latte zerschmetterte dem Mischling den Schädel, er war sofort tot. Der Besitzer informierte das städtische Gartenamt. Egal bei welchem Wetter - in der Lohausenliga wurde immer gespielt. Bis das Gartenamt die Tore wegschloss.

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Nun sind 300 Hobbykicker ohne Fußball-Grundlage. Wenn es nach Thomas Eberhardt-Köster geht, jedoch nicht für immer. "Wir haben den Fußballspielern angeboten, dass wir uns zusammensetzen und eine Lösung finden", sagt Thomas Eberhardt-Köster, stellvertretender Amtsleiter im Gartenamt. Doch von den Kickern sei bisher noch keiner gekommen.

Im Gespräch sind leichtere Tore aus Plastik. Oder ein Umzug der kompletten Liga in den Arena-Sportpark. Für Feldmann ist auch das denkbar: "Hauptsache, 'Lebbe geht weiter.'" Zumindest für die Fußballer.

(RP)
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