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Lokalsport: Tischtennis World Cup findet 2014 im ISS-Dome statt

Lokalsport : Tischtennis World Cup findet 2014 im ISS-Dome statt

Mit Timo Boll, Patrick Baum und Dimitrij Ovtcharov treten drei Düsseldorfer beim World Cup 2013 in Belgien an.

Man spricht vom verflixten siebten Jahr. Angeblich soll es in einer Ehe dann ziemlich oft kriseln. Doch in der "Ehe" zwischen dem Deutschen Tischtennis Bund (DTTB) und Düsseldorf macht das siebte Jahr die Beziehung stärker und intensiver.

"2006 begann unsere Ehe mit der Eröffnung des Deutschen Tischtennis Zentrums", erläutert DTTB-Präsident Thomas Weikert und verkündet im selben Atemzug, dass der Tischtennis World Cup 2014 vom 24. bis 26. Oktober im ISS Dome ausgetragen wird. Nach der Weltmeisterschaft ist der World Cup das weltweit prestigsträchtigste Einzelturnier.

"Der World Cup ist mein Turnier, zweimal habe ich schon gewonnen und zweimal war ich zusätzlich im Finale. Da ist es schön, bei meinem Turnier auch noch ein Heimspiel zu haben", meint Timo Boll von der Borussia, derzeit die Nummer fünf der Tischtennis-Weltrangliste.

Dass er in einem Jahr beim World Cup-Heimspiel dabei ist, steht indes noch gar nicht fest. Er muss sich wie 19 der insgesamt 20 Teilnehmer erst noch qualifizieren. Einzig der amtierende Weltmeister, derzeit Zhang Jike (China), hat seine Teilnahmeberechtigung bereits in der Tasche. Doch es bestehen kaum Zweifel, dass sich die Düsseldorfer Tischtennis-Ikone beim Europa Cup im Februar 2014 in der Schweiz für sein Heimspiel qualifizieren wird.

Boll gehört nach wie vor zum besten, was Europa zu bieten hat. Sollte aber das Undenkbare eintreten, hat der DTTB immer noch eine Wildcard für den World Cup zur Verfügung. Beim World Cup 2013, der am kommenden Wochenende in Verviers bei Lüttisch (Belgien) ausgespielt wird, sind gleich drei Deutsche am Start. Boll und sein Borussia-Teamkamerad Patrick Baum sowie Ex-Borusse Dimitrij Ovtcharov. Die beiden Linkshänder Boll und Baum qualifizierten sich als WM-Viertelfinalisten. Der Weltranglistensechste und amtierende Europameister Ovtcharov erhielt die Wildcard der Internationalen Tischtennis-Föderation (ITTF).

"Normalerweise dürfen nur zwei Spieler pro Nation am World Cup teilnehmen, aber die ITTF hat sicher Interesse daran, dass möglichst viele Lokalmatadore dabei sind, schon des Zuschauerinteresses wegen. Es kann also sein, dass auch nächstes Jahr drei Deutsche beim World Cup spielen", meint Weikert.

Probleme, nach dem World Cup 2010 in Magdeburg und der Mannschafts-Weltmeisterschaft 2012 in Dortmund erneut eine bedeutende Veranstaltung der Zelluloidball-Künstler nach Deutschland zu holen, gab es nicht. "Normalerweise wechselt der Austragungsort des World Cup jährlich zwischen Europa und Asien, aber die ITTF weiß, dass so ein Turnier in Deutschland immer gut organisiert ist. Wir haben unter anderem mit der Sportagentur starke Partner vor Ort. ITTF-Präsident Adham Sharara weiß, dass es in Düsseldorf gut laufen wird."

(RP)