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Tischtennis: Weltklasse beim Damen-Masters

Tischtennis : Weltklasse beim Damen-Masters

Nina Mittelham und Han Ying sind beim ersten Düsseldorf Masters der Damen favorisiert. Auch Borussias Talent Leonie Berger ist am Wochenende im Tischtennis-Zentrum bei einem hochklassig besetzten Turnier dabei.

Keine Bundesliga, keine Champions League, keine internationalen Turniere: Die Tischtennis-Profis haben aufgrund der Pandemie seit vielen Wochen keine Wettkämpfe mehr bestritten. Die Turnierserie der Düsseldorf Masters füllt diese Lücke. In den vergangenen Wochen haben die Herren bereits vier Runden gespielt, nun werden am Samstag und Sonntag (4./5. Juli, jeweils ab 10 Uhr) auch die Damen an die Platten treten. Ihr Turnier ist dabei ebenso hochkarätig besetzt, wie das der Männer.

Mit Han Ying und Nina Mittelham an der Spitze sind am ersten Juli-Wochenende im Center-Court am Staufenplatz  Weltklassespielerinnen am Start, bevor ein Wochenende später das fünfte Masters der Herren ausgetragen wird.

Insgesamt 14 Spielerinnen bewerben sich beim Damen-Masters um den Sieg. In dem Feld mischt sich absolute Weltklasse mit Talenten auf dem Weg an die Spitze. Die Setzungspositionen eins bis drei nehmen mit der Weltranglisten-25. Han Ying, der Deutschen Meisterin Nina Mittelham (WR 39) und Shan Xiaona (WR 43) deutsche Nationalspielerinnen ein. Doppel-Europameisterin Nina Mittelham freut sich riesig auf das Turnier: „Ich finde es super, dass wir Damen auch die Möglichkeit bekommen, ein Düsseldorf Masters zu spielen. Es wird nicht einfach sein, nach so langer Wettkampfpause wieder Matches zu spielen. Aber ich denke, alle werden ihr Bestes geben und es auch ein bisschen genießen. Es ist einfach schön, wieder gegeneinander zu spielen.“

Deutschlands Nummer eins, Abwehrass Han Ying, erwartet spannende und hochklassige Begegnungen: „Ich freue mich sehr auf das Turnier. Das ist eine gute Werbung für den Tischtennissport, vor allem auch für das Damentischtennis. Ich hoffe, dass sich viele junge Mädels für unseren Sport begeistern, wenn sie die Spiele live im Internet sehen.“

Auf den Plätzen unmittelbar dahinter folgen mit der Slowakin Barbora Balazova (WR 54) und der Luxemburgerin Sarah de Nutte (WR 77) zwei internationale Topspielerinnen, die dem Favoritentrio ein Bein stellen wollen. Interessant dürfte zu sehen sein, wie sich im Achtelfinale die hoch in den Jugend-Weltranglisten eingestuften Nachwuchsnationalspielerinnen in den Duellen mit der etablierten Konkurrenz schlagen. Mit Sophia Klee und Anastasia Bondareva gehen die Nummern 18 und 33 der U18-Mädchen-Weltrangliste an den Start, Annett Kaufmann und Jele Stortz nehmen in der U15-Schülerinnen-Weltrangliste aktuell die Plätze zehn und 27 ein. Außerdem ist mit Leonie Berger ein Eigengewächs der Borussia dabei, das in den vergangenen Jahren unter anderem die Deutsche Schülermeisterschaft im Einzel sowie das Top 12-, das Top 24- und das Top 48-Bundesranglistenturnier der Schülerinnen gewann.

Für die in Düsseldorf lebende Berlinerin Shan Xiaona, 2013 EM-Zweite im Einzel, ist das Masters „eine gute Gelegenheit, die eigene Form zu überprüfen“. Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp blickt ebenfalls bereits in den September: „Nachdem wir inzwischen erfahren haben, dass die Europameisterschaften in Polen im September wie geplant stattfinden sollen, sind wir besonders froh, endlich auch wieder die Gelegenheit zum Wettkampf zu bekommen.“