Tischtennis: Timo Boll nicht zu bezwingen

Tischtennis : Timo Boll nicht zu bezwingen

Der frühere Weltranglistenerste gewinnt beim 3:1-Erfolg in Grünwettersbach seine beiden Einzel.

Borussia Düsseldorf hat sich in der Spitzengruppe der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) festgesetzt. Nach einem 3:1-Sieg beim ASV Grünwettersbach rückt der Rekordmeister vom fünften auf den dritten Rang vor und liegt erstmals in der Saison auf einem Play-off-Platz. Mit 10:2 Punkten erspielten die Düsseldorfer bisher das gleiche Punktekonto wie Tabellenführer Saarbrücken und das Überraschungsteam der Saison, TSV Bad Königshofen. „Unsere Zwischenbilanz von 10:2 Punkten kann sich sehen lassen“, bilanziert Borussia-Manager Andreas Preuß. „Jetzt kommen die German-Open und danach beginnt für uns eine richtig heiße Phase mit vielen Spielen in kurzer Zeit.“

In Karlsruhe begann es für den Rekordmeister nicht gut. Ricardo Walther (Weltrangliste 51) hatte zwar im ersten Satz gegen Defensivkünstler Wang Xi alles im Griff, verlor aber anschließend komplett den Faden. „Ric kam nach dem ersten Satz überhaupt nicht mehr ins Spiel. Das Match ist dann viel zu schnell weg gegangen“, meinte Borussia Chefcoach Danny Heister.

Timo Boll (WR 7) hatte in der zweiten Partie dann mehr Arbeit als im lieb war, um Dang Qiu (WR 84) in die Schranken zu weisen. Nach gewonnenem ersten Satz geriet der frühere Weltranglistenerste kurzzeitig aus dem Tritt und mit 1:2 in Rückstand. Boll war zu passiv, ließ zu viele Chancen aus und damit Punkte liegen. Aber Borussias Spitzenspieler schaltete einen Gang hoch und gewann. Er bewies erneut seine überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit, die jedes Mal mit einer Leistungssteigerung gekoppelt ist. „Dass Dang Timo ärgern kann, das wussten wir“, so Heister. „Timo hat sich aber auch unheimlich schlecht bewegt. Dass er eine Schippe drauf gelegt hat, war unheimlich wichtig.“

Für die erste Borussia-Führung sorgte Anton Källberg (WR 92) mit einem klaren Erfolg über Sathiyan Gnanasekaran (WR 30). „Anton hat genau das gemacht, was er kann, was wir trainiert haben“, so Heister. „Antons Formkurve zeigt stetig nach oben. Dass er für uns in dieser Saison schon mehrere wichtige Siege geholt hat, gibt ihm zusätzliches Selbstvertrauen.“

Den Schlusspunkt setzte Boll mit seinem sehenswerten Vier-Satz-Sieg gegen Wang Xi. Der Düsseldorfer, der es bekanntermaßen glänzend versteht, gegen Abwehrspiel zu agieren, zwang Wang dazu extrem hohes Risiko einzugehen und gegen seine Spielnatur viel anzugreifen. Wang wusste einfach, dass er einen Spieler der Klasse von Boll nicht mit reiner Abwehrarbeit würde bezwingen können. Aber auch Wangs Angriffsbemühungen reichten nicht, den Düsseldorfer ernsthaft zu gefährden. Boll verwandelte den zweiten Matchball zum eigenen 3:1 Sieg und zum 3:1-Erfolg für die Borussia.

ASV Grünwettersbach - Borussia 1:3 Wang Xi – Ricardo Walther 3:1 (8:11, 11:9, 11:5, 11:3); Dang Qiu – Timo Boll 2:3 (9:11, 11:8, 11:7, 1:11, 4:11); Sathyian Gnanasekaran – Anton Källberg 0:3 (15:17, 7:11, 6:11); Wang – Boll 3:1 (15:13, 2:11, 10:12, 4:11)

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