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Tischtennis-Bundesliga: So will Borussia Düsseldorf das Geister-Heimspiel angehen

Tischtennis-Cracks vor leeren Rängen : So will Borussia das Geister-Heimspiel angehen

Borussias Tischtennis-Cracks müssen gegen Fulda-Maberzell auf Zuschauer verzichten. Beim Vorhaben, die Tabellenführung auszubauen, sieht Ricrado Walther die gute Stimmung im Team als wichtigen Faktor.

Sportfans müssen derzeit große Flexibilität an den Tag legen, denn sie wissen nicht, ob die Eintrittskarten auch tatsächlich für den Eintritt zur Veranstaltung berechtigen. So musste auch der deutsche Tischtennis-Rekordmeister Borussia kurzfristig den Ticketinhabern für die Bundesligapartie gegen den TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell (17. Oktober, 19 Uhr) die Tür vor der Nase zuschlagen. Wie das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf den Borussen mitteilte, sind ab einer sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Zuschauer bei Teamsportarten in nationalen Ligen Zuschauer nicht gestattet. Doch die Tischtennis-Fans müssen nicht ganz auf das aktuelle Erfolgsteam der Liga – die Düsseldorfer zieren mit 8:0 Punkten die Tabellenspitze – verzichten. Im Internet (tischtennis-deutschland.tv und tv.borussia-duesseldorf.de) wird die Partie live gestreamt.

Selbst ohne Zuschauer sind die Erwartungen der Gastgeber klar. „Wir wollen die zwei Punkte holen und dann nach fünf Spielen mit 10:0 Punkten unsere Tabellenführung ausbauen“, erklärt Borussia-Akteur Ricardo Walther (Weltrangliste 89). „Kristian, Anton und ich haben noch kein Einzel verloren und viel Selbstvertrauen.“ Der 28-Jährige, der aller Voraussicht nach neben Kristian Karlsson (WR 24) und Anton Källberg (WR 57) gegen Fulda zum Einsatz kommen wird, hat aber noch einen anderen Grund für die derzeitige Leistungsstärke des Borussia-Kaders ausgemacht. „Wir haben einen wirklich guten Teamspirit und eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft“, so Walther. Das sieht auch Borussias Bester, Timo Boll (WR 10), so

.„Auch wenn Timo wegen seiner Rückenprobleme aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht spielt, möchte er gern beim Team sein. Er kommt, wird mit uns trainieren und die Mannschaft beim Spiel unterstützen“, erläutert Borussia-Cheftrainer Danny Heister. „Auf jeden Fall können wir mit breiter Brust in die Partie gehen. Was ich derzeit von den Jungs sehe, auch im Training, ist von höchster Qualität.“

Solche Aussagen würde TTC-Coach Qing Yu Meng auch gerne machen, aber das geht nicht. Fulda ist eher mäßig in die Saison gestartet und belegt bei 2:6 Punkten derzeit den zehnten Tabellenplatz. Dennoch haben die Borussen einen Spieler besonders im Blick. „Quadri Aruna ist ein Top-Spieler, der gegen jeden Verein zwei Punkte machen kann“, stellt Walter fest. „Das gilt auch für Ruwen Filus, der in dieser Saison zwar noch kein Spiel in der Liga gewonnen hat, aber gegen ihn muss man auch erst mal spielen. Er ist sehr erfahren.“

Vor Aruna (WR 20) kann Boll jedenfalls nur warnen, verlor er doch gegen den unkonventionell spielenden Nigerianer im Achtelfinale der Olympischen Spiele 2016. Und auch Nationalspieler Filus (WR 42) ist besser als sein derzeitige 0:5-Ligabilanz aussagt. Dritter Maberzeller wird wohl der junge Deutsche Fan Bo Meng (WR 241) sein. Wozu der 20-Jährige fähig ist, hat er mit seinem 3:1-Erfolg über den Vizeweltmeister Mattias Falk (WR 9) in der Ligapartie gegen Bremen bewiesen. Das sollte für erhöhte Aufmerksamkeit bei den Düsseldorfern sorgen.