Tischtennis-Bundesliga: Borussia nimmt die Hürde in Bremen

Tischtennis-Bundesliga: Borussia nimmt die Hürde in Bremen

Nach dem 3:2-Sieg gehen die Düsseldorfer als Zweite ins letzte Spiel vor den Play-offs.

Ex-Borusse Bastian Steger wird nicht der Lieblingsgegner des aktuellen Borussen Kristian Karlsson. Wie schon im Hinspiel der Tischtennis Bundesliga (TTBL) unterlag Karlsson dem Mann vom SV Werder Bremen klar mit 0:3 Sätzen. Am Ende war es relativ egal, denn die Borussia nahm nach dem 3:2 Erfolg an der Weser beide Punkte mit. Es war ein hartes Stück Arbeit beim Tabellenneunten, bei dem den Düsseldorfern nach der 4000 Kilometer langen Rückreise vom ersten Champions League-Halbfinale (1:3) in Jekaterinburg etwas die Spritzigkeit fehlte. „Es war ein super Sieg. Nach unserer langen Russland-Tour fehlte hier und da vielleicht etwas die Kraft. Aber natürlich bin ich mit den beiden verlorenen Einzeln nicht zufrieden“ resümierte Borussia Cheftrainer Danny Heister. Mit jetzt 30:8 Punkten bleibt der amtierende Meister Tabellenzweiter und hat gute Aussichten nach dem kommenden und letzten Spieltag als Nummer zwei der TTBL-Hauptrunde in die Play-offs zu gehen.

Steger (Weltrangliste 65) war der Stachel im Borussia-Fleisch. Der fast 38-Jährige hatte nämlich auch Omar Assar (WR 44) relativ locker bezwungen. Der ägyptische Borusse, der nach Knieproblemen noch einen Trainingsrückstand aufweist, agierte aber drei Sätze lang auf Augenhöhe mit dem Bremer. Nur Durchgang vier war ein klare Steger-Sache.

Mit Mühe stellte Karlsson (WR 30) durch einen knappen Sieg über Florent Lambiet (WR 90) den Ausgleich her. Nach locker gewonnenem ersten Satz unterliefen dem Schweden viele leichte Fehler. Das machte Lambiet stark und mutig und auch die Werder-Fans merkten,dass etwas möglich war und unterstützten ihren Mann lautstark. Erst in der Schlussphase der Partie wirkte Karlsson konzentriert und verwandelte seinen ersten Matchball.

Auch Anton Källberg (WR 125) musste sich erst einmal die 4000 Kilometer aus den Knochen spielen. Gegen Hunor Szöcs (WR 83) lag er mit 0:6 Punkten zurück, bevor es besser lief. Dennoch hätte sich Källberg beinahe um die Früchte seiner Arbeit gebracht, als er im vierten Durchgang seinen ersten Matchball durch einen Fehlaufschlag vergab. Der Borusse ließ sich aber nicht irritieren und brachte den Satz noch an sich und damit die Borussia insgesamt in Führung. „Anton hat gezeigt, dass er kämpfen kann“, lobte Borussia-Manager Andreas Preuß.

Nachdem Karlsson sein Steger-Trauma vergrößert hatte, musste das Doppel die Entscheidung bringen. Dass Assar und Källberg vorher noch nie zusammen gespielt hatten, entpuppte sich nicht als Nachteil. Im Gegenteil, denn Lambiet/Szöcs waren chancenlos. „Interessant, dass wir im Doppel so stark waren, normalerweise spielen zwei Rechtshänder nicht so gut zusammen“, so Preuß.