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Tischtennis: Timo Boll wird gegen Chartres geschont

Tischtennis : Timo Boll wird gegen Chartres geschont

Im letzten Gruppenspiel in der Tischtennis-Champions League wollen sich die Düsseldorfer so teuer wie möglich verkaufen.

Wie heißt es doch so schön im Sport: "Wir denken nur von Spiel zu Spiel." Aufgaben, die erst später zu bewältigen sind oder Titel, die in näherer oder gar ferner Zukunft geholt werden können, dürfen in der Gedankenwelt von Sportlern keine Rolle spielen. Wenn doch, wird die Leistung bei der anstehenden Partie meist negativ beeinflusst. Der Borussia ist die ungeschriebene Regel vor der letzten Begegnung in der Gruppenphase der Tischtennis-Champions League mit Chartres ASTT (heute, 19 Uhr, Ernst-Poensgen-Allee 58) völlig egal.

"Wir nutzen jetzt jede Chance, um uns auf das Final-Acht, das Finalturnier um den deutschen Pokal Ende Dezember, einzustellen", gibt Borussia-Cheftrainer Danny Heister freimütig zu. Kein Wunder, geht es für die Düsseldorfer in der Champions League nur noch um die "goldene Ananas". Selbst bei einem haushohen Sieg über die Franzosen bleibt den Borussen der Weg ins Viertelfinale versperrt. Nach drei Niederlagen in den vorangegangenen drei Gruppenspielen ist für die Borussia auch rechnerisch nichts mehr möglich. Es steht bereits fest, dass man als "Seiteneinsteiger" im Viertelfinale des ETTU Cups international weiter machen wird.

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Deshalb wird heute auch der Weltranglistenachte Timo Boll für die kommenden Aufgaben geschont. Für ihn rückt Ricardo Walter (Weltrangliste 184) ins Borussia-Team. Dennoch will sich der deutsche Rekordmeister nicht wie ein "Opferlamm" abschlachten lassen. Die Heister-Truppe, bei der neben Walther Patrick Baum (24) und Sharat Kamal Achanta (51) zum Einsatz kommen, will sich beim letzten Auftritt in der Champions League 2013/14 mit erhobenem Haupt aus dem Wettbewerb verabschieden.

Mit einem Sieg über die bisher verlustpunktfreien ASTT-Spieler könnte der Kopf problemlos oben getragen werden. Da hat aber Chartres mit Gao Ning (20), Robert Gardos (42), Pär Gerell (64) und Damien Eloi (94) wohl einiges gegen. Für die Franzosen geht es noch um den Gruppensieg und zu den Borussia "Lieblingsgegnern" gehört die Mannschaft aus Chartres auch nicht. "Chartres liegt uns überhaupt nicht, das wissen wir. Aber unser Ziel ist es, ein gutes Spiel abzuliefern und die Halle erhobenen Hauptes zu verlassen", meint Borussia-Manager Andreas Preuß.

(RP)