TG 81 verpasst knapp eine Überraschung

2. Basketball-Regionalliga : TG 81 verpasst im Derby knapp eine Überraschung

Die Basketballer der ART Giants II setzen sich zum Saisonauftakt im Derby der 2. Regionalliga beim Aufsteiger TG 81 durch. SV Alte Freunde und TuS Maccabi feiern einen erfolgreichen Einstand.

„Wir brauchen keine Heldentaten“, impft Tim Brückmann seinem Teamkameraden ein. „Wir haben noch zwei Minuten Zeit, um vier Punkte aufzuholen. Das ist machbar.“ Tatsächlich verkürzen die Basketballer der TG 81 durch Yan Kheir auf 72:74. Durch einen Freiwurf heißt es 19 Sekunden vor dem Ende 72:75. Sasa Zivanovic vergibt jedoch den letzten Dreierversuch. Kurz darauf gewinnen die Basketballer der ART Giants II zum Saisonauftakt der 2. Regionalliga ihr Derby beim Aufsteiger TG 81 mit 77:72 (35:38).

„Schade, ein Sieg wäre möglich gewesen. Allerdings müssen wir dem Favoriten zugestehen, dass er in den entscheidenden Momenten die Ruhe bewahrt hat. Mit unserem Debüt in dieser Liga sind wir nicht unzufrieden“, bilanzierte Tim Brückmann, Spielertrainer der TG 81. Die Partie war ein Auf und Ab der Gefühle. Die jungen Gäste erwischten den besseren Start, verteidigten eng und erspielten sich vorne gute Chancen, die sie aber nicht konsequent nutzten. So konnten die routinierten TG-Spieler, angeführt vom starken Dave Böhm (19 Punkte), immer in Schlagdistanz bleiben.

Auf der anderen Seite glänzten mehrere Akteure – allen voran Lars Hohlbein. Der 26-Jährige erzielte in der zweiten Halbzeit innerhalb von zehn Minuten nervenstark vier Dreier, war mit insgesamt 16 Punkten Topscorer und somit ein Garant für den Sieg. „Lars hat ein Monster-Spiel gemacht“, lobte Trainer Florian Flabb seinen Schützling. Diese Leistung kommt nicht von ungefähr. „Schon in der Vorbereitung hat Lars einen sehr starken Eindruck gemacht. Er hat kontinuierlich an sich gearbeitet. Ich freue mich auch, dass er das Selbstbewusstsein hat und sich die Würfe nimmt.“ Das Kompliment gibt der „Ur-Düsseldorfer“ gerne zurück. „Der Wohlfühlfaktor bei uns ist sehr groß, das Mannschaftsgefüge stimmt einfach. Die Spielstruktur – schnell spielen, viel passen – gefällt mir sehr.“

Mit einem Sieg meldeten sich die Basketballer des SV Alte Freunde nach zwei Jahren Abstinenz in der Oberliga zurück. Zum Saisonstart feierten sie einen 55:48 (29:28)-Erfolg beim TuS Hilden. Entscheidend war das letzte Viertel, das die Gäste 16:7 gewannen. Hier stellte Nikola Frljic, neuer Trainer des Aufsteigers, von Mann- auf Zonenverteidigung um. Zugang Dominik Beram erzielte drei Dreier und führte sein Team als Topscorer zum Erfolg. Herausragend waren zudem die elf Rebounds von Benjamin Busumtwi.

Die Herren des TuS Maccabi bezwangen in eigener Halle den TV Jahn Königshardt mit 67:60 (28:30). Angeführt von David Galeczki, dem sieben Rebounds in der ersten Hälfte gelangen, machten die Gastgeber den 2:9-Rückstand wett und kamen zur Pause heran. In der zweiten Hälfte gelang es Daniel Kehl (elf Assists) immer wieder, die Centerspieler in Korbnähe anzuspielen. Fabian Büsken (15 Punkte), Dirk Urban (12) und David Galeczki (elf Punkte, zwölf Rebounds gesamt) waren dankbare Abnehmer. So gingen die Hausherren mit 50:45 in Führung und gaben diese nach einer konzentrierten Leistung nicht mehr her.

Die ART Giants III starteten mit einer 70:86 (33:51)-Niederlage bei der TSG Solingen. „Erkrankungen, Verletzungen, Urlaub und noch nicht vorhandene Genehmigungen für die Jugendspieler haben dafür gesorgt, dass wir leider nur mit sechs Akteuren antreten konnten“, sagte Trainer Eli Saou. Zur Pause lag sein Team mit 18 Zählern zurück, kämpfte sich aber sechs Minuten vor dem Abpfiff auf acht Punkte heran. Durch einige unnötige Ballverluste zogen die Solinger jedoch wieder davon.

In der Damen-Oberliga ist dem Aufsteiger Capitol Bascats ein Traumstart gelungen: Auswärts fertigte er den SC Fast-Break mit 103:36 ab. Der SFD 75 stand ebenfalls vor einem Sieg, unterlag der Velberter SG jedoch unglücklich mit 63:66 (40:32). „Mir standen leider nur sechs Spielerinnen zur Verfügung. Sie haben aber großartig gespielt und gekämpft. Meike Pientka und Sandra Wolfgramm waren herausragend“, schwärmte Trainer Robert Shepherd. Das Duo kam am Ende auf 47 Zähler. Der starke Start und die 29:12-Führung ließen Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis aufkommen. Doch mit fortlaufender Spieldauer schmolzen die Kräfte und der Vorsprung. Am Ende standen die Düsseldorferinnen mit leeren Händen da.

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