Tennis: GW Oberkassel gewinnt Derby gegen TC Rheinstadion

8:1 gegen den TC Rheinstadion : GW Oberkassel gewinnt Derby der Tennis-Regionalliga

Die Damen 40 aus dem Stadtwesten lassen dem TC Rheinstadion beim 8:1 keine Chance. Der TCR muss nun absteigen.

Über die Favoritenfrage gab es keine Diskussion. Ein Blick auf die Tabelle machte es klar: Der TC Grün-Weiß Oberkassel hatte vor dem Lokalderby gegen den TC Rheinstadion 6:2 Punkte in der Tennis-Regionalliga West erspielt, während der TCR auf 0:8 Zähler kam. Für die Damen aus dem Arena-Sportpark war es das Endspiel um den Klassenerhalt. Nur bei einem Sieg hätten sie noch eine Chance gehabt, auch im nächsten Jahr in der höchsten deutschen Seniorinnenklasse dabei zu sein – doch erwartungsgemäß setzte es eine 1:8-Niederlage.

Von den acht Regionalligisten steigen drei ab, und der TCR ist nach dem Derby mit 0:10 Punkten weiterhin Tabellenletzter. „Wir können vielleicht noch eine Partie gewinnen. Das reicht aber nicht zum Klassenerhalt“, sagt TCR-Spielerin Anja Böhner. „So richtig frustriert sind wir aber nicht, weil sich viele aus dem Team in der Niederrheinliga besser aufgehoben fühlen.“

Auch weil die Damen 40 aus Oberkassel 2016 bei der Deutschen Meisterschaftsendrunde Dritte wurden und 2017 den Titel holten, zweifelte niemand wirklich am Heimsieg der Grün-Weißen. Nach dem überzeugenden 8:1-Erfolg kletterten die Linksrheinischen auf Tabellenplatz zwei. „Wir müssen noch gegen Tabellenführer TC Bredeney spielen. Sie sind sehr stark“, erklärt GWO-Mannschaftsführerin Kerstin Heeb. „Und wir haben auch unnötigerweise unser erstes Saisonspiel gegen Schwarz-Weiß Essen verloren.“ Optimismus, sich erneut als Regionalliga-Meister für die deutsche Endrunde zu qualifizieren, hört sich anders an.

Ein Blick auf die Meldeliste zeigt, dass die Oberkasselerinnen das „Wettrüsten“ gegen Bredeney verloren haben. Zwar stehen in beiden Kadern vier Ausländerinnen, aber die GWO-Spielerinnen Klaartje van Baarle, Karine Biver, Valerie Hox (alle Belgien) und Sandra Begijn (Niederlande) sind bis auf Begijn alle deutlich über 50, während die Essenerinnen Miriam Oremans (Niederlande), Andrea Ehritt-Vanc (Rumänien), Daphne van de Zande und Nancy Feber (beide Belgien) gerade mal Mitte 40 sind.

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