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Tennis: Derby in Neuss wird für Düsseldorfer Rochusclub zum Wegweiser

Tennis : Derby in Neuss wird für Rochusclub zum Wegweiser

In der Tennis-Bundesliga müssen die Düsseldorfer weiter punkten, um den Klassenerhalt zu sichern. Sonntag, um 11 Uhr, gibt es die nächste Chance.

Der Rochusclub braucht dringend Punkte. Nach fünf Spieltagen in der Tennis-Bundesliga stehen für die Mannschaft von Teamchef Detlev Irmler lediglich drei Zähler auf der Habenseite. Die Düsseldorfer stehen nur auf Tabellenplatz neun und damit auf dem ersten Abstiegsplatz. Noch sind vier Begegnungen auszutragen und am Ende wartet das Duell mit dem Tabellenletzten aus Sennelager. „Ein Sieg am Saisonende wird nicht reichen“, konstatiert Irmler. Wir müssen vorher noch punkten.“

Vielleicht am Sonntag bei Tennis Ewige Liebe Blau Weiß Neuss. Dort ist die Irmler-Truppe ab 11 Uhr in der Meisterschaft gefordert. „Das ist ein entscheidendes Spiel für unseren Klassenerhalt“, verkündet der Teamchef. „Gewinnen wir, haben wir die Tür aufgestoßen. Verlieren wir, wird es ein Begräbnis erster Klasse.“

Um den Sieg zu erspielen, hat Irmler nochmal Sponsoren wegen einer Finanzspritze angesprochen, denn eigentlich ist der eh nicht gut gefüllte Erstliga-Topf bereits erschöpft. Bei Rochusclub-Vorsitzenden Burchard von Arnim wurde Irmler fündig und konnte auf Aufstellungstour gehen. So kommen Pablo Andujar (Weltrangliste 71) und Roberto Carballes-Baena (WR 96) zu ihrer Saisonpremiere. Besonders viel Liga-Erfahrung haben in dieser Saison Teymuraz Gabashvili (WR 262) und Henri Squire (WR 1216). Die beiden haben alle fünf (Gabashvili) bzw. vier Liga-Begegnungen bestritten. „Henri ist ein Athlet und schlagtechnisch überdurchschnittlich gut“, urteilt Irmler. „Aber er hat taktisch und mental noch Probleme.“ Der Teamchef hofft, dass das Talent, Squire ist erst 20 Jahr alt, in Neuss für sämtliche Probleme eine Lösung findet.

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Die beiden Spanier, die auf der linken Rheinseite für Punkte sorgen sollen, kommen frisch von den Olympischen Spielen. In Tokio waren sie zwar jeweils nach der ersten Runde zu zuschauen verurteilt, hatten dafür aber genug Zeit zu regenerieren und nach Düsseldorf zu jetten. „In Tokio wurde auch auf Hartplatz gespielt und auf Sand sind die beiden mindestens eine Klasse besser“, so Irmler.

Mit dem Gegner, der in der Tabelle mit 5:5 punkten auch nicht unerreichbar enteilt ist, befasst sich Irmler kaum. Zwar beobachtet er per Internet, wie die Neusser bei den internationalen Turnieren agieren, aber wer für das Derby aufgeboten wird, weiß er nicht. Nur soviel: „Neuss wird schon die stärkste Mannschaft aufbieten, denn wenn sie uns bezwingen, haben sie mit dem Abstieg kaum noch etwas zu tun.“ Irmler wird auch immer mal wieder auf das Ergebnistableau der anderen Clubs schauen, denn mit Aachen und Krefeld stehen derzeit zwei weitere Teams bei 3:7 Zählern.