Tennis-Bundesliga: Rochusclub erwartet schweren Abstiegskampf

Tennis-Bundesliga : Rochusclub erwartet schweren Abstiegskampf

Für die Tennis-Bundesligasaison haben die Düsseldorfer 16 Spieler unter Vertrag, die insgesamt bereits 20 Grand-Prix-Turniere gewonnen haben.

Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler hat auf Sand gebaut. Für die kommende Tennis-Bundesligasaison (Start am 7. Juli) hat Irmler 16 Spieler unter Vertrag genommen, die insgesamt bereits 20 Grand-Prix-Turniere auf der weltumspannenden ATP-Tour gewonnen haben. Zwölf Turniersiege erspielten die Irmler-Jungs dabei auf roter Asche, also auf dem Untergrund, auf dem in der nationalen Eliteliga überwiegend gespielt wird. Nur, wenn wetterbedingt in Hallen ausgewichen werden muss, kommen auch andere Beläge in Betracht. „Wir haben auch Spieler dabei, die auf Hartplätzen richtig gute Ergebnisse erspielt haben“, meint Irmler. Dabei denkt er vor allen an Ricardas Berankis (Weltrangliste 82), Marcel Granollers (WR 111), Lukas Rosol (WR 133) und Doppel-Spezialist Matwe Middelkoop (Doppel-WR 42). Besonders Middelkoop bewies seine Vielseitigkeit. Von seinen sieben Doppeltiteln erspielte der Niederländer nur zwei auf Asche.

Aktuell beginnt Irmlers Kaderliste mit Jaume Munar an Weltranglistenposition 61. An Top-50 Spielern mangelt es im Kader des Bundesligateams. „Jaume ist ein Top-50-Spieler. Er ist erst 21 Jahre alt. Und wenn die Liga beginnt, ist er im Ranking weiter vorne“, verspricht Irmler. Gleiches erwartet er von Roberto Carballes Baena (WR 113), Lukas Rosol (WR 133) und Pablo Andujar (WR 88) und Granollers. „Roberto hat während der Hartplatzsaison einige Plätze verloren. Er ist auch ein Top 50-Spieler“, so Irmler. „Pablo ist nach drei Ellenbogen-Operationen endlich wieder voll da und wird sich kontinuierlich nach oben arbeiten.“ Andujar war schon mal die Nummer 38 der Welt und hat damit sein Potential bewiesen. Auch Marcel Granollers ist genauso wie Rosol wieder auf dem aufsteigenden Ast. Granollers, ehemals Weltranglisten-19., stand vergangenes Jahr noch auf Platz 177. Rosol, war schon mal die 26, kämpfte sich nach einer Verletzung langsam wieder von Weltranglistenplatz 286 nach oben. „Wir waren noch nie so kompakt aufgestellt. Ich bin sicher, dass wir sechs Top-100-Spieler haben werden, wenn es los geht“, verspricht Irmler.

Das ist auch bitter nötig, haben die anderen Erstligisten doch ein paar echte Kracher dabei. Der Kölner HTC Rot-Weiss glänzt unter anderem mit Fabio Fognini (WR 17), der TC Grosshesselohe mit Nikoloz Basilashvili (WR 19), TK Kurhaus Aachen mit Roberto Bautista-Agut (WR 18), HTC Krefeld mit Marco Cecchinato (WR 16) und TK GW Mannheim mit Dominic Thiem (WR 4). „Diese Situation beunruhigt mich schon“, gesteht Irmler. „Es gibt keine Abstiegsfavoriten. Diesmal wird es wohl zwei Mannschaften aus der ‚High Society‘ erwischen. Ich hoffe, dass wir nicht dazu gehören.“

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