Lokalsport: Taskin Aksoy muss bei der Startelf puzzeln

Lokalsport: Taskin Aksoy muss bei der Startelf puzzeln

Dem Trainer von Fortuna II stehen für das morgige Spiel nur wenige gesunde Spieler zur Verfügung.

Wer geglaubt hat, dass Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel schon große Personalsorgen plagen, der soll mal bei Taskin Aksoy nachfragen. Bereits seit Wochen ist für den U23-Coach nicht an einen normalen Trainingsablauf zu denken. Zuletzt standen dem 49-jährigen Fußballlehrer gerade einmal zehn gesunde Feldspieler zur Verfügung. Der Rest laborierte an kleineren Verletzungen oder befand sich in der Reha.

Mehr als die Hälfte des Mannschaftskaders liegt aktuell auf Eis. Und in Tim Galleski verabschiedete sich im Laufe dieser Woche ein weiterer Spieler in den Krankenstand. Der 19-jährige Flügelspieler erlitt beim 3:0-Auswärtssieg bei den Sportfreunden Siegen eine Muskelverletzung und fällt damit auch für das morgige Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09 aus (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion).

Nicht nur aufgrund des nächsten Ausfalls gestaltet sich die Zusammensetzung der Startelf gegen den Tabellensechsten für Aksoy knifflig. Denn anders als gegen Siegen kann er diesmal nicht auf Unterstützung aus dem Profikader oder der U19 hoffen, da beide Teams fast gleichzeitig wichtige Partien um den Klassenerhalt in der Fremde austragen müssen. Einzig Keeper Tim Wiesner sowie Justin Kinjo oder Taylan Duman würden für einen Einsatz noch in Frage kommen. Bliebe noch die U18, doch auch sie hat morgen eine wichtige Begegnung in der Niederrheinliga zu bestreiten (siehe Artikel rechts).

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Zusammengefasst eine vertrackte Situation, die sogar eine Rückkehr des eigentlich bereits zum Co-Trainer aufgestiegenen Jens Langeneke fast schon unumgänglich macht. Jedenfalls macht sich Aksoy ernsthaft Gedanken über ein Comeback des mittlerweile 40-Jährigen: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Jens im Kader stehen wird." Langeneke sagt: "Ich springe nur im äußersten Notfall ein. Bevor wir mit zehn Mann antreten, spiele ich."

Als wahrscheinlich gilt, dass der Ex-Profi zunächst auf der Bank Platz nehmen wird. Die Innenverteidigung dürften dann Rico Weiler und Tom-Jeffrey Zündorf bilden. Letzterer ersetzt Gökhan Gül, der im Profi-Kader für das Spiel bei Hannover 96 steht. Flankiert wird das Duo wohl von Malte Berauer sowie Kapitän Tobias Lippold, der für Anderson Lucoqui (ebenfalls im Profi-Kader) auf die linke Abwehrseite rückt.

(lonn/jado)