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Lokalsport: Taekwondo: Schneider will WM-Medaille

Lokalsport : Taekwondo: Schneider will WM-Medaille

Die Düsseldorferin geht am Wochenende bei den Welt-Titelkämpfen in Russland an den Start.

Neun Tage lang muss Yanna Schneider im russischen Tscheljabinsk ausharren, bevor sie bei Taekwondo-Weltmeisterschaft (heute bis 18. Mai) aktiv ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann. Am 8. Mai ging es für die Nationalmannschaft der Deutschen Taekwondo Union (DTU) in den WM-Ort am Ural, aber erst am vorletzten Wettkampftag, (17. Mai) steht die Kategorie Frauen bis 73 Kilogramm, in der die Sportwerkerin startet, auf dem Programm. "Ich hoffe, dass wir uns auch mal Tscheljabinsk und die Umgebung anschauen können. Ich wüsste nicht, dass ich sonst noch mal dort hin komme", erläutert Schneider.

Sportlich wird es für die Düsseldorferin schon am Abend des 16. Mai interessant, denn dann werden die Begegnungen für den Folgetag ausgelost. Ihr ist klar, dass bei der WM alle Top-Taekwondoka dabei sind. "Ein bisschen Glück bei der Auslosung wäre nicht schlecht", meint die auf Weltranglistenposition 19 notierte Sportwerkerin. Dass ihr WM-Ziel, ein Platz unter den Top-Ten, realistisch ist, haben die vergangenen Monate gezeigt. So gewann sie die Croatia Open, wurde bei den Swiss und Spanish Open Zweite und sicherte sich bei den French Open Platz drei.

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Bei den Dutch Open musste sie im Viertelfinale gegen die Weltranglistenerste Milica Mandic (Serbien) ran, hatte sich nach den drei regulären Runden ein Unentschieden erkämpft und verlor erst in der Verlängerung durch den "golden point". "Inzwischen kenne ich fast alle Top-Athletinnen aus meiner Gewichtsklasse", berichtet Schneider. "Nur gegen ein paar Asiatinnen habe ich noch nicht gekämpft. Aber auch sie machen mir keine Angst. Ich fühle mich richtig gut vorbereitet. Es entscheidet sich alles auf der Matte, und wenn man da nicht so schnell auf die absolute Weltklasse trifft, ist vieles möglich."

Die WM-Vorbereitung war richtig hart. Unter anderem gab es ein neuntägiges Trainingslager in Madrid mit täglich zwei Trainingseinheiten, Schwerpunkt Sparring. Das individuelle Kraft- und Schnelligkeitstraining kam noch dazu. Zurück in der Heimat trainierte sie weiter zweimal täglich. Zudem ist die19-Jährige seit ein paar Wochen Studentin der Wirtschaftspsychologie an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. "Die Doppelbelastung ist nicht ganz so leicht zu meistern. Das Studium verlangt einem auch einiges ab, aber es lenkt auch immer wieder vom Taekwondo ab. Die Gedanken kreisen nicht ausschließlich um die WM", erklärt Schneider. Jetzt aber kommen keine Gedanken an die Uni mehr hoch - jetzt zählt volle Konzentration auf die WM.

(RP)