Fußball : SV Lohausen hat eine Rechnung offen

Am Sonntag erwacht die Fußball-Bezirksliga aus dem Winterschlaf: mit dem Derby zwischen dem TV Kalkum-Wittlaer und dem SV Lohausen. Beide Trainer erwarten einen heißen Tanz, obwohl die Favoritenrolle eindeutig ist.

Der Stachel sitzt auch ein halbes Jahr später noch tief. „Eine Niederlage gegen den TV Kalkum-Wittlaer“, sagt Torsten Schedler, „tut immer weh.“ Im Hinspiel war der Fußball-Bezirksligist SV Lohausen seinem Lokalrivalen mit 0:2 unterlegen, und deshalb ergänzt der Trainer: „Ich habe noch eine Rechnung offen.“ Diese könnten Schedler und seine Schützlinge allerdings schon bald begleichen, denn am Sonntag (15.30 Uhr, Sportplatz am Grenzweg) steigt zum Rückrundenauftakt das zweite Derby der Saison.

Die Lohauser gehen gegen die abstiegsbedrohten Wittlaerer zwar als klarer Favorit ins Rennen, nicht zuletzt deshalb, weil sie alle sechs Ligaspiele vor der Winterpause gewonnen haben. „Das ist jetzt aber drei Monate her, da können wir uns nicht mehr drauf ausruhen“, mahnt Schedler. „Ich erwarte einen Gegner, der alles geben wird. Gerade diese ersten Spiele sind entscheidend dafür, ob und wie Wittlaer aus seiner Situation rauskommt.“

Im November hatte der ehemalige Oberligist den Trainer gewechselt und Navid Fazeli anstelle von Thorsten Ridder auf der Kommandobrücke installiert, um dem Team im Kampf um den Klassenerhalt neues Leben einzuhauchen. Mit dem langjährigen Jugendcoach an der Spitze verloren die Rot-Gelben zwar mit 2:5 in Bilk, trotzten Gnadental danach aber ein achtbares 1:1 ab. „In der Winterpause hatte Navid die Zeit, seine Mannschaft noch besser auf seinen Stil umzustellen“, sagt Schedler. „Darum gehen wir mit einem gewissen Respekt und gewisser Vorsicht an das Spiel heran. Ich weiß, dass es ein ganz heißer Tanz wird.“

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Das sieht Fazeli ähnlich. „Die Partie wird über den Kampf und die Einstellung entschieden. In einem Derby kann alles passieren“, betont er und ergänzt im Hinblick auf die Lohauser Siegesserie: „Wie viele Spiele der Gegner vorher gewonnen hat, ist deshalb uninteressant. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir am Sonntag etwas mitnehmen können.“

Vor allem, weil Fazeli beim Rivalen einen Schwachpunkt ausgemacht hat. „Dass Lohausen defensiv auf jeden Fall zu knacken ist, zeigen die Testspielergebnisse“, betont der Wittlaerer Chefcoach. So kassierte der LSV etwa gegen den DV Solingen fünf Tore, gegen den HSV Langenfeld schlug der Ball gleich acht Mal im Netz ein. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Lohauser in der Offensive umso stärker besetzt sind. Lukas Kleine-Bley hat bereits zehn Treffer erzielt, Albert Große-Ophoff und Michael Behlau stehen bei jeweils fünf Erfolgen. Die Wittlaerer hingegen haben im Winter einen ihrer wichtigsten Angreifer verloren: Melvin Ridder wechselte zur Zweitvertretung von Ratingen 04/19. „Ich bin gespannt, wie sie seinen Weggang verpacken werden“, sagt LSV-Trainer Schedler, „das ist sicherlich eine Schlüsselstelle. Aber ich sehe auch, dass Nico Pesch derzeit in Wittlaer einen guten Job macht.“ Nichtsdestotrotz steht für ihn fest: „Wir wollen das Spiel machen, wir wollen den Ballbesitz haben. Wer unseren Angriff und unsere Treffsicherheit sieht, der weiß, dass wir keinen passiven Fußball spielen.“

Schedler setzt alles daran, sich und das Lohauser Fanlager für die Hinspielniederlage zu entschädigen.