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Lokalsport: Startnummer ist wichtiger denn je

Lokalsport : Startnummer ist wichtiger denn je

Beim Galopprennen in Grafenberg ist die Position entscheidend.

Es gibt kaum ein wichtiges Rennen im deutschen Galopprennsport, in dem die Position auf den ersten Metern eine so entscheidende Rolle spielt wie in der für dreijährige Stuten offenen Klassiker mit dem aus England kommenden Titel "German 1000 Guineas". Es geht in Grafenberg (morgen, ab 13 Uhr) über 1600 Meter, da benötigen Ross und Reiter auf dem kurvenreichen Kurs ein ungestörtes Rennen - oft gewinnt nicht die beste, sondern die Stute mit dem größten Glück.

Wer eine Startnummer ganz innen gelost hat, der findet sich bei einem schlechten Start an der ersten Ecke oft hinter einem Pulk von Konkurrentinnen wieder. Und eine Box ganz außen zwingt zu manchem Galoppsprung sehr.

So gesehen wird die "9", die im elfköpfigen Feld des mit 125.000 Euro dotierten Rennens der Favoritin Nyaleti aus England zugelost worden ist, gerade noch akzeptiert werden. "Sie geht gerne an der Spitze", sagt ihr Trainer Mark Johnston, "das werden wir sicher auch in Düsseldorf versuchen." Elfmal ist sie bereits am Start gewesen, viel für ein Pferd ihres Alters, Kondition hat sie also genug, "und gute Form hat sie auch", fügt Johnston hinzu. Gerade hat sie im südenglischen Goodwood gewonnen, über 1600 Meter, die Strecke passt also.

Andrasch Starke, Deutschlands erfolgreichster Jockey aller Zeiten mit über 2400 Siegen, hat dieses Rennen schon lange nicht mehr gewonnen, sein letzter Erfolg datiert aus dem Jahre 1998. Zeit also für den 44-Jährigen nachzulegen. Das könnte mit Binti Al Nar gelingen, deren Trainer Peter Schiergen viel Optimismus verbreitet: "Sie ist beim ersten Start im Jahr in Frankreich gut gelaufen, macht auch im Training einen starken Eindruck."

Cabarita, Go Rose, Malakeh und Queen's Harbour sind weitere Namen, die man sich von den heimischen Starterinnen merken sollte, während Auenperle (Schweiz) und Love Connection (Tschechien) eher das Prädikat "exotisch" verdienen.

Mit dem Aengeveldt-Preis wird zudem ein Ausgleichsrennen der höchsten Kategorie um 22.500 Euro gelaufen. Mit Northern Rock von Sascha Smrczek kommt auch ein Lokalmatador an den Start.

(dd)