Breitensport: Stadtsportbund gab sich neue Satzung - und ist gesund

Breitensport : Stadtsportbund gab sich neue Satzung - und ist gesund

In weniger als zwei Stunden war alles vorbei. Im Vorfeld hatten einige der Delegierten aus 91 Düsseldorfer Sportvereinen noch angesichts der 19 Punkte umfassenden Tagesordnung gestöhnt, aber die Mitgliederversammlung des Stadtsportbunds (SSB) war eine runde und damit schnelle Angelegenheit. Gut vorbereitet und sachlich fundiert -da gab es für die 306 Stimmberechtigten im Plenarsaal des Rathauses kaum Grund nachzufragen.

"Der Stadtsportbund bewegt Millionen", stellte Dieter Münker fest. Aber der SSB-Schatzmeister berichtete auch, dass es sich bei den Geldern in erster Linie um die Weitergabe der kommunalen Sportfördermittel an die Vereine handelt. Im vergangenen Jahr wurden so mehr als 1,5 Millionen Euro an die Klubs ausgeschüttet. Der SSB ist wirtschaftlich gesund. Das stellte Münker fest - und das kann nicht jeder Verein von sich behaupten.

Die Mitglieder beschlossen auch eine Satzungsänderung. Die zweite innerhalb von drei Jahren. "Das Sportsystem in Deutschland steht vor einem grundlegenden Veränderungsprozess", sagte SSB-Vizepräsident Peter van Hauten. "Das sieht man schon am Beispiel der Fusion von Deutschem Sportbund und Nationalem Olympischen Komitee zum Deutschen Olympischen Sportbund. Das wirkt sich auf allen Ebenen aus. So hat sich auch der Landessportbund in Bielefeld eine neue Satzung gegeben." Unter seiner Leitung war die neue SSB-Satzung ausgearbeitet worden.

"Die Trennung in Präsidium und geschäftsführendes Präsidium hat sich in der Praxis nicht bewährt", erläuterte van Hauten. Also gibt es nur noch ein Präsidium. Die Amtszeit wurde von drei auf zwei Jahre verkürzt, moderne Kommunikationsmittel offiziell in die SSB-Praxis aufgenommen. So kann künftig die Einladung zur Mitgliederversammlung auch per E-Mail erfolgen.

"Das habe ich bisher noch nicht erlebt, dass ein Präsidium seine Amtszeit verkürzt und sich so schneller der Überprüfung seiner Arbeit stellt", lobte Fortuna-Boss Peter Frymuth, als Multifunktionär bestens orientiert.

Bis 2009 wurden in den SSB-Vorstand gewählt: Präsident (Ressort Sportpolitik) Peter Schwabe, Vizepräsidenten (Breitensport und Sportentwicklung) Peter van Hauten, (Wirtschaft und Finanzen) Dieter Münker, (Leistungs- und Spitzensport) Gunnar Hegger, (Bildung und Erziehung) Ulrich Koch. Auf dem Jugendtag wurde bereits Dirk Schulz zum Vorsitzenden der Sportjugend und damit ins SSB-Präsidium gewählt.

(RP)
Mehr von RP ONLINE