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Lokalsport: Spektakuläre Sprünge auf dem Uhlenhof

Lokalsport : Spektakuläre Sprünge auf dem Uhlenhof

Beim Großen Preis während der Düsseldorfer Reitertage müssen sich Ross und Reiter auf einige schwierige Hindernisse einstellen. Turnierleiter Hans-Willi Weber freut sich sehr auf das Event.

Der flache Graben wirkt auf dem großen Sandplatz des Uhlenhofs eher unscheinbar. Er könnte jedoch das entscheidende Hindernis sein, wenn es am Sonntag im Großen Preis um den Sieg geht. Einige Reiter und zahlreiche Erfolgsträume gingen in den vergangenen Jahren dort baden. "Viele haben keinen Wassergraben in ihrem Trainingsparcours und üben das viel zu wenig", sagt Hans-Willi Weber. Der Turnierleiter Springen bei den Düsseldorfer Reitertagen hat ihn erstmals fest auf dem Gelände installiert.

Mit seiner Breite von bis zu 3,50 Metern fordert er den Pferden einen flachen Weitsprung über die blanke Fläche ab, in der sich Himmel und Hindernisse spiegeln. Das irritierte viele Tiere - daran ändert auch die Farbe wenig, die das Wasser schwimmbadblau schimmern lässt. "Das ist wichtig, damit der Graben nicht wie ein schwarzes Loch wirkt", berichtet Hans-Willi Weber. Er hat das Hindernis sowie weitere Stangen und Ständer von Ferdinand Rosellen erworben. Der erfahrene Parcourschef, der unter anderem die Kurse beim Turnier in Aachen baut, verabschiedet sich nach 15 Jahren Turniereinsatz auf dem Uhlenhof in den Ruhestand.

"Hans-Willi Weber hat mich damals angesprochen, ob ich bei ihm bauen wollte und seitdem war ich dabei und es war immer ein schönes Turnier", berichtet Rosellen. Seine beiden Söhne Andreas und Matthias treten seine Nachfolge an.

Bereits seit gestern müssen Ross und Reiter die kniffeligen Aufgaben im Parcours lösen. Bei der Sichtung zum Bundeschampionat ging es für die fünf- und sechsjährigen Talente unter dem Sattel um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der jungen Pferde in Warendorf. Im Parcours und im Dressurviereck beginnen heute die Mettmanner Kreismeisterschaften in Einzel- und Mannschaftswertung. "Wir haben von der E-Dressur bis zum S-Springen gute Paare am Start. Unser Ziel ist, gute Gastgeber zu sein, doch wir sind nicht abgeneigt, den Pokal für das erfolgreichste Team hier zu behalten", betont Weber. Er ist während der viertägigen Veranstaltung vor allem als Trainer gefragt, steigt aber in der einen oder anderen kleineren Prüfung auch selbst in den Sattel. "Eigentlich möchte er nur noch Coach sein, doch dann reizt es ihn doch immer wieder, es noch einmal zu versuchen", sagt Alexandra Senger, Sportwartin des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Erkrath.

Beim Landesfinale des FAB-Cups betreut er seine Schülerin Nadja Dörigmann und bei der Vorbereitung auf den Großen Preis unterstützt er seinen Sohn Felix Buch und Stephan Nillius, der am vergangenen Wochenende den Großen Preis in Münster gewonnen hat. "Ihm traue ich auch hier einiges zu." Die Konkurrenz ist in dem Zwei-Sterne-S-Springen mit Siegerrunde allerdings namhaft. Vorjahressieger Felix Schneider hat ebenso genannt wie die Düsseldorfer Amazone Theresa Dietz, der mehrfache Rheinische Meister Sebastian Adams, der belgische Nationenpreisreiter Marc Boes und Otmar Eckermann. Der Vater und Trainer von Katrin Eckermann, die im vergangenen Jahr mit ihrem Sieg beim Hamburger Derby und dem spektakulären Auftritt beim CHIO Aachen für Aufsehen sorgte, ist bestens beritten und war bereits in Ratingen siegreich.

(RP)