Lokalsport: Schweres Restprogramm für die Turu

Lokalsport : Schweres Restprogramm für die Turu

Heute müssen die Oberbilker besonders auf Essens Sturmtank und Toptorjäger Marvin Ellmann aufpassen. Der SC West will dem 7:0-Kantersieg in Cronenberg gegen den VfB Hilden ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen.

Vier Spiele trennen Turu noch vom Saisonende in der Fußball-Oberliga. Leichte Aufgaben sind für die Mannschaft von Trainer Samir Sisic nicht dabei, denn alle Gegner (SW Essen, SpVg Schonnebeck, Ratingen 04/19 und VfB Homberg) stehen im oberen Drittel der Tabelle. Und da die Oberbilker unbedingt noch den einen oder anderen Punkt brauchen, um sicher zu sein, nicht zu den Absteigern zu gehören, müssen die Turu-Fans den Worten des Trainers vertrauen. "Wir haben zwar auf dem Papier ein schweres Programm, aber ich rechne damit, dass bei unseren Gegnern, bei denen es bis auf Schonnebeck um nichts mehr geht, ein wenig die Luft heraus sein wird," prophezeite Sisic. Diese Prognose hatte sich schon am vergangenen Spieltag beim Sieg gegen denVfB Speldorf als richtig herausgestellt. "Na, was habe ich gesagt", meinte Trainer Sisic nachher.

Unter der Woche hat sich aller Voraussicht nach der Cronenberger SC nach dem DSC 99 und dem FSV Vohwinkel als Konkurrent um einen Oberligaplatz in der nächsten Spielzeit verabschiedet. Nach der Niederlage der Wuppertaler gegen den SC West beträgt deren Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang, auf dem Turu momentan steht, zehn Punkte. Anders sieht es noch mit dem VfR Krefeld-Fischeln aus. Der Tabellen-Fünfzehnte sitzt Turu mit sechs Punkten Rückstand und noch einem Nachholspiel in Velbert bedrohlich dicht im Nacken. Um die Sorgen um den Klassenerhalt rund um die Feuerbachstraße nicht wachsen zu lassen, müsste von der Turu also in der Partie gegen den Fünften SW Essen (heute, 16 Uhr) unbedingt etwas Zählbares geholt werden. Und dies bringt neben der durch den Tabellenplatz belegten eindeutigen Favoritenstellung der Krefelder Vorstädter für die Sisic-Elf noch ein ganz besonderes Problem mit sich. Die Essener und ihr Trainer Manfred Wölpper, die für die nächste Saison den Aufstieg in die Regionalliga anstreben wollen, haben mit Marvin Ellmann (früher WSV, Ratingen) den Top-Torjäger der Oberliga in ihren Reihen. Mit 29 Treffern hat er fast so viele Tore geschossen, wie Turu insgesamt (33). Gegen Hiesfeld vor einer Woche brauchte er nach seiner Einwechslung keine drei Minuten, um für die Schwarz-Weissen zu treffen.

Beim Torjubel in Cronenberg lagen sich die Spieler des SC West in den Armen. Dieses Bild vom 7:0-Sieg würde Trainer Julien Schneider am Sonntag gerne wieder beobachten, wenn der SCW sein Heimspiel gegen den VfB Hilden austrägt (15 Uhr, Schorlemerstraße). Während den Blau-Weißen sogar der mögliche Sprung auf Platz sieben winkt, befindet sich Hilden als Dreizehnter hingegen mitten im Abstiegskampf.

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Bei vier ausstehenden Partien hat der VfB sechs Punkte Vorsprung auf die unbeliebten Ränge, sein ärgster Konkurrent VfR Fischeln aber noch ein Spiel mehr zu bestreiten. Daher zeigt sich Schneider gewarnt: "Ich gehe davon aus, dass Hilden sehr kämpferisch agieren und alles raushauen wird."

(RP)